Herzlich Willkommen
bei
Lichtblick Nepal e.V.
"Tausende Menschen starben bei den schweren Erdbeben in Nepal. Es traf die Ärmsten der Armen. Staatliche Hilfe - Fehlanzeige. Die Welt schaut heute auf andere Dinge - Nepal ist wieder weit weg.
Wir machen weiter."
"Wir vergessen Euch nicht!"
Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer unserer Projekte in Nepal,
das Jahr 2025 neigt sich dem Ende und ist nach wie vor geprägt von Schlagzeilen über den Krieg in der Ukraine, den Folgen der Auseinandersetzungen im Gaza Streifen und weiteren Krisenherden rund um den Globus. Die Entwicklungen auf dem indischen Subkontinent, inklusiv denen in Nepal treten in den Hintergrund.
Die politischen Unruhen im September 2025 in Nepal und die damit verbundenen Demonstrationen der Generation Z sind in den Nachrichten auch in unseren Medien verbreitet worden. Die Zukunftsaussichten der jungen Generation in Nepal sind prekär, gesicherte Arbeitsplätze mit soliden Einkommen gibt es nur im Staatsdienst.
Neuwahlen sind im März 2026 geplant. Wir hoffen auf einen positiven Ausgang, mit positiven Impulsen für die Menschen in Nepal.
Im Herbst dieses Jahres unterstütze Ujyalo Nepal die Veranstaltung eines Augencamps in Banepa. Ein Fahrdienst wurde für bedürftige Patienten aus den Dörfern zur Krankenstation organisiert und finanziert. Ebenso die Verpflegung für den Behandlungstag der Patienten übernommen. Mit einem Betrag von nur 100,00 € konnten wir 14, zumeist älteren Menschen, zu einem verbesserten Sehvermögen verhelfen. Die Patienten freuten sich mit Sanjay Tamang, dem 1. Vorsitzenden von Ujyalo Nepal, über die geleistete Unterstützung.
Die Zusammenarbeit mit drei Schulen in Panchkhal trägt erste Früchte. Die Abschlüsse der 10. Klasse haben sich verbessert. Dieses ist u.a. bedingt durch einen Nachhilfeunterricht, Lehrerworkshops, und eine höhere Motivation der Schüler(innen). Ebenso ist eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern, vor allem aus den ärmeren Bevölkerungsschichten, Voraussetzung für eine positive Entwicklung des Schulunterrichts.
Wir wünschen allen frohe und besinnliche Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr 2026. Bleiben sie an uns verbunden.
Johannes Börger Norbert Grobbel Stefan Wiese
Spendenkonto:
Lichtblick Nepal e.V.
Volksbank Sauerland
IBAN: DE19 4606 2817 0022 7221 00
BIC: GENODEM1SMA

10 Jahre LICHTBLICK Nepal e.V.
Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer von Lichtblick Nepal!
Vor 10 Jahren ereigneten sich im Frühjahr 2015 in Nepal in kurzer Folge zwei heftige Erdbeben mit der Zerstörung zahlreicher Häuser, Schulen und Infrastruktur. Etwa 10.000 Menschen haben dabei ihr Leben verloren.
Meine Frau und ich sind unmittelbar nach dem Erdbeben auf Grund ihrer engen Verbindung zu Nepal von zahlreichen Freunden und Bekannten auf eine mögliche Unterstützung der Erdbebenopfer angesprochen worden. Bereits sechs Wochen nach dem ersten Erdbeben war ein Team von uns, bestehend aus fünf Personen vor Ort im Kavre Distrikt (40 km östlich von Kathmandu) in Nepal. Es entwickelte sich daraus die Hilfsorganisation „Lichtblick Nepal“.
Durch Ihre tatkräftige Unterstützung und unter engagierter Mitwirkung ehren- und hauptamtlicher Kräfte in Nepal konnten wir im Zuge der Soforthilfe nach nunmehr 10 Jahren für über 1000 Familien noch vor dem Monsun im Sommer 2015 ein Dach über dem Kopf bereitstellen. Im Herbst 2015 gründeten unsere nepalesischen Partner den Verein Ujyalo Nepal, um auch dort die Hilfsgelder und Aktivitäten professionell und nach den Vorgaben der örtlichen Verwaltungen abzuwickeln.
Seit nunmehr 10 Jahren erhalten die Ärmsten der Armen direkt und unkompliziert Unterstützung, um ihren Lebensalltag zu verbessern und in weiten Teilen erträglich zu machen. Das alles ging und geht nur Dank Ihrer Unterstützung! Dafür danke ich Ihnen im Namen von Lichtblick Nepal und Ujyalo Nepal ganz herzlich!
Ihr Johannes Börger
(Vorsitzender Lichtblick Nepal e.V.)
Nach der Unterstützung des Wiederaufbaues von Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen in 2016- 2018 fokussierte sich Ujyalo Nepal auf die Errichtung und den Ausbau von Trinkwasserversorgungen auf Dorfebene. Unter Mitwirkung und Mitfinanzierung der örtlichen Gemeinde sind diese Projekte erfolgreich und nachhaltig verlaufen. Mittlerweile konnte durch dieses Programm in 18 Dörfern (ca. 2.000 Haushalte) im Kavre-Palanchwok Distrikt eine funktionstüchtige Trinkwasserversorgung errichtet werden.
Eine geregelte Trinkwasserversorgung wirkt sich sehr positiv auf den Alltag der Frauen aus. Das morgendliche mühsame Wasserholen fällt weg, stattdessen verbleibt genügend Zeit sich um die Kinder und die älteren Menschen im Haushalt zu kümmern. Zudem kann wegen der möglichen Bewässerung im kleinen Rahmen mehr Gemüse angebaut und die Tierhaltung (Geflügel, Ziegen) ausgeweitet werden. Eine bessere Ernährung ist neben einem Zusatzeinkommen möglich.
Zurückliegend berichtet unsere Projektkoordinatorin Sunita von der 72- jährigen Bewohnerin des Dorfes Lamdi, Frau Kumari Adhikari. Es gab keine geregelte Wasserversorgung im Dorf, alle Frauen mussten morgens zwei Stunden zum Wasserholen aufwenden. Eine zuvor von der Gemeinde errichtete Wasserleitung zu einer Zapfstelle im Dorf war immer wieder durch Sand und Lehm verstopft. Im Zuge der Zusammenarbeit und Unterstützung durch Ujyalo Nepal sind im Dorf Lamdi alle 108 Haushalte mit eigenen Zapfstellen ausgestattet worden.

Im August d.J. wurde durch die Initiative von Ujyalo Nepal und der Gemeinde Panchkhal für alle Dörfer aus den gemeinsam errichteten Trinkwasserprojekten ein Seminar zum Thema „Trinkwasser“ angeboten. Zur Beurteilung von Wasserqualität, die Behebung technischer Störungen, die Abrechnung von Wassergeld wurde referiert und diskutiert. Sanjay Tamang, erster Vorsitzender von Ujyalo Nepal berichtete stolz, dass die erfolgreichen Trinkwasserprojekte in den Dörfern eine Motivation zu weiteren gemeinsamen Projekten (z.B. Stromversorgung, Wegebau, Gesundheitsversorgung, Müllbeseitigung, ..) auf Dorfebene auslösen. Die Besucher zeigten reges Interesse und freuten sich über die Aushändigung von Testboxen zur Bestimmung der Wasserqualität.

Zwei weitere Gesundheitsstationen im Kavre Distrikt starten mit dem sog. „Community Drug Programm“ und werden derzeit von der Gemeinde Panchkhal und Ujyalo Nepal dazu beraten. Dieses Konzept schließt die Indikationslücken der im Healthpost vorrätigen Medikamente und trägt so zur effektiveren Behandlung bei Erkrankungen der Dorfbevölkerung bei.
Im Rahmen der in diesem Jahr gestarteten Zusammenarbeit mit Childaid Network wurde im Frühjahr den Schüler(innen) der Klassen 8 und 9 an drei Schulen in Panchkhal ein Zusatzunterricht zur Schließung von Wissenslücken angeboten.
Ergänzend werden Seminare zur Förderung der Lehrkräfte und Workshops durchgeführt, damit die Qualität des Unterrichts an den staatlichen Schulen im Raum Panchkhal nachhaltig verbessert wird.
Dieses geschieht in enger Zusammenarbeit mit der örtlichen Gemeindeverwaltung und Verantwortlichen Personen an den staatlichen Schulen.
Childaid Network und Lichtblick Nepal betrachten diesen Ansatz als Pilotprojekt, um Erfahrungen zu sammeln und es ggf. zukünftig an weiteren Schulen ebenfalls anzubieten.
Anfang September dieses Jahres protestierten aufgebrachte Jugendliche in Kathmandu und weiteren größeren Städten Nepals wegen der Abschaltung der sozialen Medien im Lande. Vorausgegangen waren Proteste gegen die Regierungselite, deren Machtmissbrauch sowie Korruption, gepaart mit schlechten Zukunftsaussichten der jungen Generation in Nepal.
Die Ausschreitungen eskalierten am 08. und 09.September, nachdem die Polizei auf Demonstrierende schoss und dabei 16 Tote zu beklagen waren. Im weiteren Verlauf wird von 75 Todesopfern gesprochen, welche durch die Ausschreitungen ihr Leben verloren haben. Zahlreiche Regierungsgebäude und Privathäuser von Regierungsbeamten wurden in Brand gesteckt. Der Premierminister und sein Gefolge traten am 09.Sept. zurück, das Militär schritt ein und die Lage konnte mit der Zusage von Neuwahlen beruhigt werden.
ie diesjährige Regenzeit hat etwa 2 Wochen früher als sonst üblich bereits Mitte Juni begonnen und hält länger als sonst üblich an. Wie im Vorjahr führten starke Regenfälle Anfang Oktober zu Überschwemmungen im Kathmandutal, sowie weiteren vorwiegend östlichen Landesteilen. Die Buslinien auf den Fernstraßen wurden für drei Tage ausgesetzt, Nachtfahrten sind wegen drohender Erdrutsche und Überschwemmungen ebenfalls untersagt. Die Ernte von Reis und anderen Feldfrüchten ist erschwert, Ertragsverluste sind vorprogrammiert. Diese längere Monsunzeit und die starken Regenfälle Ende September/Anfang Oktober werden ursächlich dem Klimawandel zugeschrieben.
Die Bevölkerung Nepals ist vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse immer wieder neuen Herausforderungen ausgesetzt. Wir stehen an ihrer Seite und sind nach 10 Jahren Projektarbeit mit der Region im Kavre-Distrikt eng verbunden.
Unsere Hilfe kommt nachhaltig an und wird weiterhin benötigt!!
Wieder trifft es Nepal, wieder die Ärmsten der Armen!!!
Schwere, tagelange Unwetter und Regenfälle lösen die nächste Katastrophe aus.
Regen- und Gewitterzellen setzen sich in den Bergen Nepals und über dem Kathmandutal fest. Nicht enden wollender Dauerregen bringt viel Leid und Zerstörung mit sich.
Der Boden weicht auf, erste Wege werden weggespült, Hänge beginnen zu rutschen, Häuser und Brücken werden beschädigt und zerstört, die Ernte versinkt in Wasser und Morast, aus kleinen Rinnsalen werden reißende Ströme, die alles mit sich nehmen, was sich ihnen in den Weg stellt.
Die nächste Katastrophe, wieder viel Zerstörung, wieder viel Tragik – und wieder ohne Schutz und Vorwarnung.
Wann kommt Nepal endlich zur Ruhe? Vermutlich nie!


Soforthilfe ist gefragt! Vieles, was in den vergangenen Monaten mühsam mit Unterstützung von Uyjalo Nepal aufgebaut und errichtet worden ist, wurde durch die Unwetter zerstört. Wichtige Leitungen, die den Familien sauberes Trinkwasser garantierten und den Menschen die Last nahmen, täglich über Stunden Wasser von Brunnen und Quellen heranholen zu müssen, wurden durch die Wassermassen mitgerissen. Und der lange, kalte Winter steht bevor, im dem alles noch beschwerlicher ist. Unsere Freunde Sanjay Tamang, Ram Ku. Shrestha, Prabhakar Maharjan, Ang Dorge Sherpa, Sunita Younjan – sie alle helfen, wo es nur geht. In den Überschwemmungsbieten des Bezirks Kavrepalanchowk gleich in 4 Gemeinden: Bethanchok, Panauti, Temal, Panchkal. Innerhalb kürzester Zeit konnten den Hilfsbedürftigen knapp 9000 Meter (!) neue Leitungen zur Verfügung gestellt werden – eine beeindruckende Leistung! Und die Hilfe kommt an und die Menschen sind sehr dankbar. In Bethanchok beispielsweise verfügte jedes Haus vor der Überschwemmung über einen eigenen Wasserhahn. Nach den schweren Gewittern befindet sich die Gemeinde in einer sehr schwierigen Situation, da sie nun wieder täglich 100 Liter Wasser weit tragen müssen. Hier war dingende Hilfe sofort nötig. Ähnlich stellte sich die Situation in Panauti und Panchkhal dar. Und auch in der Region Tamal sind viele Gebiete betroffen, es gab Tote und viele zerstörte Häuser.
Erschwerend kommt hinzu: In vielen Gebieten kam es zu Erdrutschen, wertvolle Ackerflächen wurde über Nacht einfach weggespült – für immer. Was blieb ist unfruchtbarer Boden, der auch in Zukunft nicht mehr beackert werden kann, Boden der für immer verloren ist. Das ist ein nachhaltiger Schaden, besonders für die Bauern, die diese Flächen gepachtet hatten und sich deshalb verschuldet mussten. Ihnen haben die Überschwemmungen nicht nur Land und Boden genommen, sondern auch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, auf eine Zeit, in der sie hofften durch die Mühen des Alltags langfristig ein besseres Leben führen zu können.

Johannes Börger und Norbert Grobbel – beide reisten nach den schweren Unwettern in die Krisenregion Nepals. Wie ist die Lage vor Ort? Wo kann am Schnellsten geholfen werden? Es fühlt sich an, wie 2015, nach den schweren Erdbeben, die viel Leid und Not in Nepal mit sich brachten und bei denen tausende Menschen starben. Damals war es die Geburtsstunde des Vereins „Lichtblick Nepal“, den beiden gründeten. Heute, in neuer Not, helfen die vielen Netzwerke, Freundschaften, Strukturen, Erfahrungen, um mit den großzügigen Spendengeldern aus Deutschland sofort und wirksam helfen zu können.
Der SauerlandKurier berichtet.
Eine aktuelle Situationsbeschreibung haben wir von Johannes und Norbert erhalten, die beide vor Ort sind:
Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer von Lichtblick Nepal
Vor nunmehr neun Jahren ereigneten sich in Nepal im Frühjahr 2015 in kurzer Folge zwei heftige Erdbeben mit Zerstörung zahlreicher Häuser, Schulen und Infrastruktur. Etwa 10.000 Menschen haben dabei ihr Leben verloren.
Durch Ihre tatkräftige Unterstützung und engagierter Mitwirkung ehren- und hauptamtlicher Kräfte in Nepal konnten wir im Zuge der Soforthilfe für über 1000 Familien noch vor dem Monsun 2015 ein Dach über dem Kopf bereitstellen.
Zur ordnungsgemäßen Abwicklung der Hilfe gründeten wir sodann unseren Verein Lichtblick Nepal e.V. und in Nepal den Partnerverein Ujyalo Nepal im Herbst 2015.
In den Jahren 2016 – 2018 erstreckte sich unsere Unterstützung im Bereich Bildung (Reparatur von Schulgebäuden, Lehrertraining, Schulausstattung), über Gesundheitswesen bis hin zu ersten Trinkwasserprojekten in Kooperation mit den örtlichen Gemeinden und Dorfgemeinschaften.
Die Begleitung der Dörfer bei der Errichtung von technisch beherrschbaren Trinkwassersystemen traf auf eine positive Resonanz in den Nachbardörfern. In den zurückliegenden Jahren konnten wir so mit den von Ihnen gespendeten Mitteln und Mitfinanzierung der Gemeinden in 15 Dörfern und über 2.000 Haushalten im Kavre-Panalchwok Distrikt (ca. 40 km östlich von Kathmandu) eine funktionierende Wasserversorgung etablieren.
Hochwasser in Nepal Sept. 2024
Aus aktuellem Anlass möchten wir in diesem Schreiben auf die Hochwasserschäden in Zentral- und Ostnepal hinweisen. Vor allem das Kathmandutal und der Kavre-Panalchwok Distrikt sind von der Zerstörung durch die heftigen Regenfälle Ende September d.J. stark betroffen. Rechts im Bild eine von den Fluten abgerissene Häuserfront in Panauti (30 km östlich von Kathmandu).
Lt. Kathmandu Post sind allein im Raum Panauti über 20 Todesopfer zu beklagen, 500 Häuser komplett zerstört, 700 Häuser teilweise beschädigt, 2000 Büffel, Rinder und Ziegen unter den Erdmassen vergraben, bzw. in den Fluten umgekommen.
Unseren Partnerverein Ujyalo Nepal erreichen zahlreiche Anfragen aus der betroffenen Region zur Instandsetzung der durch
Erdrutsche
und Abschwemmungen beschädigten Trinkwasserleitungen.
Sanjay Tamang, 1. Vorsitzender von Ujyalo Nepal erläutert, die Anfragen vor Ort zu prüfen und rasch in die Umsetzung zu gehen. Die Situation ist ähnlich wie nach dem Erdbeben im Jahr 2015. Wichtig sei die Präsenz vor Ort und die Organisation wirksamer und nachhaltiger Hilfe, damit die Probleme rasch gelöst werden und die Betroffenen sich in der schwierigen Situation nicht alleingelassen fühlen.
(links im Bild: Wasserstelle in Panauti mit verringerter Leistung und Wartezeiten)

Die im Jahr 2018 in Bhaktapur, Nalinchowk gegründete Organisation „Human Welfare Society“ kümmert sich in 6 Unterkünften um die Betreuung und Unterstützung obdachloser Menschen. Besonders tragisch: Unter den betreuten Obdachlosen befinden sich aktuell auch 42 Kinder, die ihren Lebensalltag auf öffentlichen Straßen und Plätzen verbringen und denen eine Familie und ein festes Zuhause fehlt. Das Obdachlosenheim in Bhaktapur stellt für sie eine wichtige, teilweise existentielle Anlaufstelle dar. Sie wissen: Dort erhalten sie Fürsorge, Hilfe und werden regelmäßig mit den wichtigsten Dingen des Lebens versorgt: Essen, Kleidung, Pflege, Medizin und vieles mehr. Auch dieses Projekt unterstützt Ujyalo Nepal sehr gerne und stellte den Armen in den vergangenen Wochen beispielsweise Reis, Linsen, Öl und Sojabohnen zur Verfügung. Die Ärmsten der Armen sind für diese Hilfe sehr dankbar!
Aber nicht nur diese Hilfsbedürftigen sind dankbar, auch die Menschen in Dulalthok.
Rückblick: Vor 3 Jahren unterstützte Ujyalo Nepal die Gemeinde mit 350.000 Rupien, weil die Trinkwasserversorgung dort kritisch war und dringend eine starke Wasserpumpe benötigt wurde. Die Gemeinde wandte sich an unser Team von Ujyalo Nepal, die sofort die benötigte Gerätschaft zur Verfügung stellen konnten. Diese Hilfsmaßnahme nimmt das örtliche Trinkwasserkomitee nun stets zum Anlass und lädt unsere nepalesischen Freunde zu jeder Jahreshauptversammlung ein. In diesem Jahr überreicht das Komitee ihnen im Rahmen einer kleinen Feierstunde einen ganz besonderen Ehrenbrief, um ihren besondere Dank zum Ausdruck zu bringen. Durch die Trinkwasseranlage werden mittlerweile 158 Haushalt mit frischem Wasser versorgt.
Ein toller und nachhaltiger Erfolg dank der Spenden aus Deutschland!
Liebe Freunde,
wieder erreichte uns von unserem Team in Nepal ein schöner Bericht, über die viele Fortschritte, die trotz aller Widrigkeiten nach wie vor erzielt werden. Die schweren Erdbeben, die Nepal so heftig erschütterten, liegen nun schon 8 Jahre zurück. 8 Jahre – das heißt auch 8 Jahr Hilfe, 8 Jahre Unterstützung aus Deutschland und 8 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Freunden von Ujyalo Nepal im Bereich Erziehung, Gesundheit, Wiederaufbau, Wasserversorgung, Nothilfe und, und, und….. Immer dort, wo die am größten waren, konnte, dank der großzügigen Spenden aus Deutschland, den Ärmsten der Armen viel wertvolle Hilfe und Unterstützung geleistet werden. Die Menschen wissen das zu schätzen und sind ausgesprochen dankbar dafür!!! Herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern!!!!
Hier nun der Bericht des Fieldvisit, an dem von Seiten des Projektes Norbert Grobbel, Prabhakar Maharjan (Vorsitzender von Ujyalo Nepal), dessen Stellvertreter Sanjay Tamang sowie unsere Projektkoordinatorin Sunita Younjan, die auch diesen Bericht verfasst hat und uns stets mit tollen Bildern versorgt, vom 19. bis zum 22. November 2023 teilnahmen. Im Mittelpunkt standen diesmal mehrere Trinkwasserprojekte in der Region Bethanchowk und Panchkal.
„Zunächst führte uns die Reise Bethanchowk Ru. Mu. zur Besprechung des BMZ-Projekts mit dem Trinkwasserkomitee, der Gemeinde und der Stadtverwaltung. Der Besuch war sehr fruchtbar, da die Gemeinde und das UN-Team in der Lage waren, mehrere offene Problemstellungen zu eröretern und unmittelbar zu lösen. Dabei ging es beispielsweise um Budgetfragen oder um Aufgabenverteilungen des Komitees und der Gemeinde. Das technische Team der Gemeinde wird den Ausschuss bei der Überprüfung der Materialien und ihrer Anschlüsse unterstützen.
Wir führten sodann ein kurzes Interview mit einigen Frauen, die direkt mit dem Wasserproblem konfrontiert sind, um uns einen persönlichen Eindruck von den Alltagsproblemen zu machen. eZur Zeit gibt es dort einen Wasserhahn für 8 Haushalte (Gemeinschaftshahn), aber manchmal kommt das Wasser nicht, weil es nach wie vor Probleme mit den Leitungen gibt. Dann müssen wieder zeitraubende Wegstrecken absolviert werden, um das Wasser in Behältern zu holen. In dieser Situation ist es schwierig, zu Hause Gemüse anzubauen und die Tierhaltung zu steigern.
Wir haben uns auch darauf geeinigt, den endgültigen Vertrag und die Dokumente am 29. November 2023 in Ru. Gemeindebüro zwischen den 4 Parteien zu unterzeichnen: Bauunternehmer, Komitee, Ru. Mu und Ujyalo Nepal.
Dhade Trinkwasser Mandan Deupur-9
Ujyalo Nepal unterstützte dieses Projekt mit einem Budget, damit 35 Haushalte mit Wasserversorgt werden können. Jetzt ist das Projekt fast abgeschlossen. Die Gemeinde steht der Zusammenarbeit mit Ujyalo nepal sehr positiv gegenüber. Mittlerweile wurde um Unterstützung für ein weiteres Projekt gebeten, bei dem es im Schwerpunkt um Ziegenzucht, Bildung und Gesundheit gehen soll. Für die verbleibenden Aktivitäten dieses Projekts (Zählersystem, Umzäunung des Reservetanks, ...) hatte er Bürgermeister der Gemeinde bereits Unterstützung zugesagt. Wir schlugen dem DW-Komitee vor, an jedem Wasserhahn einen Wasserzähler zu installieren und entsprechend dem verbrauchten Wasser Gelder zu sammeln, um so die Wartung und das tägliche Management der Wasserversorgung sicherzustellen.
Ramche Trinkwasserversorgung Panchkhal -9
Die Projektarbeit hat sich aufgrund von Kommunikationsprobleme der verschiedenen Beteiligten leider etwas verzögert. Die Arbeiten zum Anschluss der Wasserhähne sind jedoch nun in vollem Gange. Wir haben mit dem örtlichen Komitee einen Zeitplan abgestimmt, der den Anschluss von Hauptquelle und Reservetank beinhaltet sowie dessen Reinigung und Befüllung.
Tinpiple Trinkwasser Panchkhal
Das Tinpilpe-Trinkwasserprojekt ist nun abgeschlossen. Die Gemeinde zeigte sich stolz, dass sie es fertiggestellt hatten. Die Gemeinde ist sehr groß, die Wasserquelle ist immer noch begrenzt. Die Menschen dort sind jedoch heute sehr zufrieden, denn durch das Projekt steht nun jedem Haus täglich 100 Liter Wasser zur Verfügung. Diese Unterstützung war Teil des Projektes „ein Haus - ein Wasserhahn". Jetzt widmen sie die Menschen dort in ihrer Freizeit wieder der Landwirtschaft und der Pflege von Büffeln und Kühen, um Milch zu gewinnen.
Dhaireni Trinkwasser Jyamdi -9
Ujyalo Nepal unterstützte die Verteilungsleitung und den Wasserhahn für 112 Haushalte in Jyamdi mit einem Betrag von 5 Lakh, den die Familien beisteuern. Seitdem die Wasserversorgung verbessert wurde, kommen die Menschen zurück und lassen sich im Dorf nieder, anstatt in andere Orte abzuwandern. Das Wasser läuft jeden Tag 1 bis 2 Stunden aus den eigenen Wasserhähnen, so dass die Begrünung durch Gemüse um das Haus und das Vieh sichtbar zugenommen hat. Im Rahmen eines anderen Programms wurden mittlerweile 12 Büffelkühe im Dorf gekauft, so dass sich das Dorfleben wieder vital entwickelt, weil die Familien wieder, dank des Wassers, wieder eigenen Einkommen erzielen können.
Khumbari Trinkwasser Bhumlu -10
Wie vereinbart wurden dort die Arbeiten abgeschlossen und die Gemeinde nutzt das Wasser. Lediglich in einem Haus wurde kein Wasserhahn installiert, da kein ausreichendes Budget zur Verfügung stand. Dem wird nun abgeholfen: Während dieses Besuchs schlug das Team der Gemeinde erneut vor, eine Kostenschätzung für Unterleitungen und Wasserhähne mit Zähler vorzunehmen. Danach wird Ujyalo Nepal 50% der Kosten übernehmen.
Herzlichen Dank und viele Grüße aus Nepal!
Für das gesamte Team, Ihre Sunita Younjan!“
Fotos: Sunita
Die Early Child Development (ECD) Trainingprogramme, die von Ujyalo Nepal initiiert
und finanziert werden, sind nach wie vor sehr nachgefragt. Nun im Bhumu Ru. Municipality in der Region Kavre. Diese Schulung fand vom 1. Bis 7. Mai 2023 statt.
Die 7-tägige ECD-Schulung wurde mit insgesamt 43 Teilnehmern abgeschlossen. Die Hauptthemen waren die Gestaltung und Konzeptionierung von 6 Lernecken, die Entwicklung von Maßnahmen zum Klassenraummanagement sowie die Herstellung von Lehrmaterialien. Die Schulungen fanden diesmal disloziert statt. Sie helfen den Lehrerinnen und Lehrern, ihre eigenen pädagogischen Fähigkeiten zu verbessern und Ideen für sinnvolles und nachhaltiges Unterrichten von Kindern, auch unter den vorhanden, bescheidenden Möglichkeiten, zu entwickeln.
Doch die Pläne sollen viel weiter greifen. Verschiedene Gemeinden wollen perspektivisch miteinander kooperieren, in dem sie ein gemeinsamen Team bilden, um die Qualität des Unterrichtes an den verschiedenen Schulen zu überwachen und ggf. nachzusteuern. Grundlage der Arbeit dieses Teams wird ein zu entwickelnder Weiterbildungsplan sein.
Im kommenden Jahr sollen zudem auch erste Initiativen für Elternbildung gestartet werden. Es macht wenig Sinn, wenn nur die Kinder Bildung erfahren, aber die eigenen Eltern weit dahin zurückbleiben. Erste konzeptionelle Ideen wurden bereits zusammengetragen. Man erhoffe sich auch dafür weiterhin die Unterstützung von Ujyalo Nepal.
Frau Radha Malla Seto Gurans, eine Trainerin, hob nochmals hervor, dass es erforderlich sei, dass sich alle Teilnehmer auf die ganzheitliche und nachhaltige Entwicklung von Kindern konzentrieren müssen. Deshalb sei es besonders wichtig, diese Art von Trainings vierteljährlich oder halbjährlich in den eigenen Gebieten durchzuführen und einen guten Plan für ECD-Kinder zu erstellen.
Herr Jitendra Tamang sagte abschließend, dass nächstes Jahr 15% des kommunalen Budgets für Bildung vorgesehen sei. Bildung stehe in der Region gleichberechtigt neben der Verbesserung der Trinkwasserversorgung und dem Bau von Straßen und Gebäuden. „Unsere Zukunft in der Region liegt in den Händen unserer ECD-Kinder – das müssen wir uns stets vor Augen führen.“
Fotos: Sunita Younjan
Die siebte Jahreshauptversammlung und das Interaktionsprogramm von Ujyalo Nepal wurden im Hotel Mirabel in Dhulikhel durchgeführt. Sie wurde in diesem Jahr von Herrn Prabhakar Maharja, dem Vorsitzenden von Ujyalo Nepal, geleitet. Auch in diesem Jahr konnte Herr Prabhakar Maharja wieder hochrangige Gäste begrüßen. Ein besonderer Gast war der Minister Umakanta Chaudhari vom Ministerium für Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen, der vom Berater des Premierministers, Herrn Janardhan Nepal geleitet wurde. Darüber hinaus waren Vertreter des Bezirks Trinkwasser, des Bezirkskoordinierungsausschuss, der Bürgermeister der Gemeinde sowie dessen Vertreter, der Leiter der Nutzerkomitees (Trinkwasser, Gemeinschaftsgebäude usw.) im Rahmen der Projekte von Ujyalo Nepal, der Gemeindevorsteher, soziale Führer aus dem Arbeitsgebiet von Ujyalo Nepal sowie verschiedene Medienvertreter zugegen.
Sanjaya Tamang, der stellvertretende Vorsitzende von Ujyalo Nepal, stellte in seiner Begrüßungsrede die kurze Geschichte dieser Organisation, ihre Ziele und Beiträge sowie ihre Arbeitsstrategie und Spender vor. Er sagte weiter, dass Ujyalo Nepal in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Trinkwasser und Bau von Gemeinschaftsgebäuden in verschiedenen Sektoren in Mandan Deupur Mu., Panchkhal Mu., Khanikhola Ru Mu., Bethanchowk Ru. Mu., Bhumlu Ru. Mu. des Bezirks Kavre. Er betonte ferner, dass der Verein sich vorrangig um Trinkwasser und die Bildung der Kinder kümmert.
Im Verlauf der Präsentation der Fortschritte von Ujyalo Nepal stellten Herr Tamang und Frau Sunita die Gesamtprojekte, ihr individuelles Budget, das Projektgebiet, die Strategie und die Geberorganisation im Detail vor. Sie berichteten über die Arbeitsbezirke (Dolakha, Ramechhap, Kavre, Kathmandu usw.) und die Arbeitsgemeinden und Landgemeinden.
Nach der Präsentation wurde das Wort zur offenen Diskussion freigegeben. Die meisten von ihnen schätzten die Projekte und die konstruktiven Arbeitsmethoden und bedankten sich ausdrücklich auch bei den deutschen Verein Lichtblick Nepal. Sie sagten auch ihre weitere Unterstützung für die kommenden Tage zu. Alle freuten sich auf die weitere Zusammenarbeit.
Da passte es sehr schön ins Bild, dass ganz aktuell auch weitere 16 Schulen mit wichtigen Unterrichtsmaterialien und verschiedener Technik ausgestattet werden konnten:
· Bhagwati Sec Schule Projektor
· Janata Sec. Schule Laptop
· Dugdheswore Sec. Schule TV
· Bhakram Devi Sec. Schule Laptop
· Sarbamangal Sec. Schule Projektor
· Bal Pratibha Basic, Aajad Secondary School Drucker
· Kalika-Sekundarschule TV
· RadhaKrishna-Grundschule Projektor
· Janajagriti-Grundschule Drucker
· Janajagaran, Sundar Suryodaya Ba Schule Laptop
· ECD Materialien an Thakuri Basic School,Narayan Primary School,Ganesh Sec. School
Bei der Übergabe, die im Rahmen einer kleinen Feier erfolgte und bei der Vertreterinnen und Vertreter sämtlicher Schulen anwesend waren, sagte Bürgermeister Kharel, dass die Stadtverwaltung neben der Qualität der Bildung auch Wert auf technologiefreundliche und moderne Bildung lege. " Diese neue Technologie trage dazu bei, die Bildungsqualität zu verbessern und auch die Vorzüge der Digitalisierung zu nutzen, die an den nepalesischen Schülerinnen und Schülern nicht vorbeigehen dürfe.", sagte Bürgermeister. Ein großes DANKESCHÖN richtete er an die vielen Spenderinnen und Spender aus Deutschland, ohne die diese wichtige Hilfe nicht möglich sei!
Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer von Lichtblick Nepal,
ein ereignisreiches Jahr 2022, geprägt von Kriegen und katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels auf die Lebenssituation hunderttausender Menschen rund um den Erdball, neigt sich dem Ende.
Dank Ihrer/Eurer Unterstützung und Hilfe ist es uns gemeinsam in Nepal erneut gelungen, Verbesserungen im Bereich der Bildung, Gesundheit und vor allem der Wasserversorgung im Projektgebiet Kavre-Palanchwok zu bewirken.
In den letzten Wochen ist unsere Partnerorganisation „Ujyalo Nepal“ von der örtlichen Distrikt- Verwaltung für die vorbildliche und effektive Projektorganisation bei der Umsetzung von Trinkwasserprojekten – in Kooperation mit den örtlichen Verwaltungen - ausgezeichnet worden.
Dieses ist Bestätigung und Aufforderung zugleich. Für 2023 liegen nun weitere Anträge zum Aufbau dörflicher Trinkwasserversorgungen vor. Nach ersten Vorgesprächen werden wir uns auf 4 Dörfer mit ca. 600 Haushalten konzentrieren und die Planungen vorantreiben.
Glückliche Kinder der Tawari-Primary School, aufgebaut in Eigenregie der Eltern im Jahre 2016 mit ca. 30 Schülern, heute 70 Schüler(innen), genießt einen guten Ruf dank motivierter Lehrer(innen) und guter Schulausstattung (finanziert mit Mitteln von Lichtblick Nepal).
Aufnahme aus Joore Peapal, eines der ersten Trinkwasserprojekte unter dem Titel „One House – One Dhada“, d.h. ein Haus – eine Zapfstelle.
Jeder Haushalt erhält sein Wasser über einen eigenen Zähler, mit monatlicher Abrechnung durch den „Wassermeister“, welcher wiederum vom dörflichen Wasserbeschaffungsverein über die Wassergeldumlage bezahlt wird. Die Instandhaltung und das Management der einmal geschaffenen Wasserversorgung liegt in den Händen des Dorfes.
Tag 1 der Inspektion:
Zunächst besuchten Johannes Boerger, Sanjay Tamang, Merina Chitrakar und Sunita Younjan das Bela Trinkwasser-Projekt Wada Nr. 10.
Die Rohrleitungsarbeiten sind in diesem Projektabschnitt nahezu abgeschlossen. Johannes Boerger war mit den Fortschritten, die er bei seiner Inspektion sehen konnte, mehr als zufrieden. 75 Wasserhähne für 75 Haushalte konnten in der Zwischenzeit an die Dalit-Gemeinschaft verteilt werden. Herr Nil Prasad Parajuli, Vorsitzender des Trinkwasserkomitees von Bela, versicherte, dass innerhalb von 3 Tagen alle Häuser angeschlossen sein werden und so jeder Haushalt erstmalig über eigenes Wasser verfüge. Er hob hervor, dass die Gemeinde die Unterstützung von Ujyalo Nepal nie vergessen werde.
Nächstes Ziel, das SeraBeshi Trinkwasser-Projekt - Wada No-12:
Lange Zeit musste die Gemeinde warten, bis sie das nötige Material erhielt. Nun konnten die Arbeiten in 275 Haushalten fast abgeschlossen werden. Die letzten Montagearbeiten sollen in 5 Tagen erfolgen. Dieses Projekt wurde finanziell gemeinsam durch die Stadtverwaltung und Ujyalo Nepal unterstützt. Die Inbetriebnahme wolle man dann mit einer gesonderten Veranstaltung feierlich begehen. Alle freuen sich auf den Startschuss.
Weiter ging es zum Chulde Danda Gemeinschaftshaus.
Dieses Gemeinschaftshaus befindet sich in Jyamdi-9, in der ländlich gelegenen Gemeinde Bhumlu. Rund 75 Haushalte nutzen dieses Haus für verschiedene Gemeindeaktivitäten, z. B. für Gesundheitsuntersuchungen für über 50-Jährige Bürgerinnen und Bürger, Schwangerschaftsuntersuchungen oder Impfungen. 50 % des Budgets konnten dank der großzügigen Spenden aus Deutschland durch Ujyalo Nepal übernommen werden. Der Wada-Vorsitzende sagte, dass wir auch in den kommenden Tagen die Unterstützung von Ujyalo Nepal für alle Aktivitäten unserer Gemeinde erhoffen. Johannes Boerger betonte in seiner Ansprache vor den Gemeindemitgliedern, dass er sehr glücklich und stolz darüber sei, dass man den Menschen in dieser ärmlichen Gemeinde helfen konnte.
Fotos: Sunita Younjan
Das letzte Projekt, dass das Team von Ujyalo Nepal an diesem Tag inspizierte, war das KhokBeshi und Dhana Laxmi Trinkwasser Wada No-02.
Die Gemeinde dort hat zwischenzeitlich einen Brunnen in Betrieb nehmen können, durch den wesentlichen Wasserprobleme behoben werden konnten. Aber nicht nur in den Haushalten wird dringend Wasser benötigt. Fast alle Haushalte in dieser Gemeinde verfügen über eine kleine Gemüsefarm, die zum Lebensunterhalt der Familien beiträgt. Sichtlich zufrieden verlies unser Team zum späten Abend dieses Projekt und machte sich zurück auf den Weg nach Kathmandu.
Tag 2 – Wieder tief in den Bergen Nepals unterwegs
Am 8. Juni besuchten Johannes Börger und Sunita Younjan die ländliche Gemeinde Bethanchowk, um den neu gewählten Gemeindevorsitzenden kennen zu lernen und verschiedene Projekte zu koordinieren. Der Vorsitzende der Gemeinde wurde zunächst vom deutschen Präsidenten von Ujyalo Nepal Johannes Börger begrüßt. Anschließend erörterte man in vertrauter Runde, wie das bestehende Programm erweitert werden kann, welche Anträge in den kommenden Monaten berücksichtigt werden sollten und wie sich diese Projektinitiativen optimal koordinieren lassen. Dabei ging es auch um die Frage, wie zukünftig Hygiene-, Gesundheits- und Bildungsaspekte verstärkt berücksichtigt werden können. Aktuell wird geprüft, ob durch Ujyalo Nepal die Hälfte des Gesamtbudgets übernommen werden kann. Erste Entscheidungen sollen auf einer Sitzung des Exekutivkomitees in den kommenden Wochen fallen.
Schließlich reiste unser Inspektionsteam weiter zur Tawari Buddha Adardha Grundschule. Die Leiterin Frau Karishma Tamang erklärte, dass aktuell 70 Schülerinnen und Schüler aus der Kaste der Tamang, die in Nepal zu den niedrigen und damit ärmlicheren zählt, sehr gerne sie Schule besuchen. Leider sei das Schulgebäude sehr alt und in Teilen baufällig. In der Regenzeit tropfe es von der Decke und die Schulräume sind auch in den Wintermonaten eigentlich zu kalt für den Unterricht. Johannes Börger und Sunita Younjan werden nun prüfen, wie der Schule schnell geholfen werden kann. Die Schulleiterin und die anwesenden Kinder bedankten sich ganz herzlich bei Johannes und Sunita.
In Begleitung von Norbert Grobbel inspizierten Vertreter von Ujyalo Nepal verschiedene Projekte in den Bezirken Panchkhal Mu. und Bethanchowk Ru. Stadtbezirke.Sunita Younjan berichtet:
“Am ersten Tag besuchten wir verschiedene Projekte in der Gemeinde Panchkhal, die bereits abgeschlossen sind. Ziel war es festzustellen, ob sie sich auch langfristig bewähren oder ob hier und da noch Nachbesserungsbedarf besteht. Hierbei handelte es sich um die Wasserprojekte “Take Drinking water” und “Padula Drinking water ward No. 8”. Die Bewohner dort begrüßten unser Komitee mit dem traditionellen nepalesischen Musikinstrument Panche Baja. Danach führten wir gemeinsam mit Vertretern des Trinkwasserbezirks und der Stadtverwaltung gemeinsam das Eröffnungsprogramm durch. Mahesh Kharel (Leiter der Stadtverwaltung) hob dabei hervor, dass Ujyalo Nepal in der Vergangenheit in jeder Notlage im Gebiet der Stadt Panchkhal geholfen hat und dieses auch in Zukunft tun werde. Als Zeichen ihrer besonderen Dankbarkeit überreichten sie den Vertretern von Ujyalo Nepal einen Ehrenbrief.
Sollten die Probleme fortwährend bestehen, empfehle man ihnen, die Medikamente zu erwerben. Hier wird das CDP-Verfahren bereits erfolgreich eingesetzt. Während der Hochphase der COVID-Pandemie habe man selbst chronische Patienten in ihren Wohnhäusern versorgen können. Durch das Finanzmanagement habe man bereits einen guten Vorrat an Medikamenten aufbauen und zudem noch einen Überschuss von 40.000 Nrs erzielen können, das nun für Notfälle zur Verfügung steht. Überwacht wird der HP durch das Health Post Committee.
Anschließend folgten wir einer Einladung zur Dhan laxmi Trinkwasser Station Nr. 2. Auch hier kamen wir gemeinsam mit dem stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde, dem Trinkwasserkomitee des Bezirks und zusammen. Das Besondere: Zu dem Termin versammelten sich auch alle Gemeindemitglieder und die Zeremonie startete mit einem schönen Picknick. Mit der Unterstützung des Gemeindebudgets und des Budgets von Ujyalo Nepal konnte dieses Programm innerhalb von nur einem Monat (!) abgeschlossen werden. Zuvor dauerten die Verhandlungen fast 5 Jahre.
Herr Om Hari, der Bezirksbeauftragte für Trinkwasser erklärte, dass man beabsichtige, nach diesem großen Erfolg zukünftig nun an vielen Orten mit dem Team von Ujyalo Nepal zusammenarbeiten möchte. Im der Panchkalregion beabsichtige man das Projekt "Ein Haus - ein Wasserhahn" zu realisieren. Ein ambitioniertes Ziel, aber auch ein machbares. Dazu gehöre, dass man auch ein eintägiges Orientierungsprogramm (“Follow-up”) für alle Mitglieder des Trinkwasserkomitees in Bezug auf das Wassermanagement und damit verbundene Prozessschritte zur Lösung kleiner Probleme in der eigenen Gemeinde initiiere. Die Dorfbewohner waren sehr glücklich, nachdem sie sahen, dass Wasser aus ihren eigenen Wasserhähnen floss. Auch sie überreichten Ujyalo Nepal einen Ehrenbrief mit dem Symbol des Zeichens der Liebe.
Der Tag endete schließlich noch mit dem Besuch der Khampur-Trinkwasserstation Nr. 12 in Baluwa. Die ganze Gemeinde dort verfügt mittlerweile über Wasserentnahmestellen in ihren eigenen Häusern.
Tag 2 der Inspektion:
Am 20. März ging es weiter nach Bethanchowk Ru. Gemeinsam mit dem Gemeindevorsitzenden besichtigten wir den Health Post im Bezirk Nr. 1, Chamrangbeshi. Der Gesundheitsposten wird sehr gut verwaltet und beide Gebäude werden ordnungsgemäß genutzt. Nach der Einführungszeremonie diskutierten wir über das Community Drug Program (CDP), um zu prüfen, ob dieses Programm auch hier eingeführt werden sollte. Das Community Drug Programme (CDP) ist ein wichtiger alternativer Mechanismus zur Finanzierung des Gesundheitswesens und basiert auf der Zusammenarbeit der Gemeinschaft, der Selbstverantwortung und der Kontrolle und Verwaltung durch die Gemeinschaft. Das Konzept des Community Drug Program (CDP) stammt aus afrikanischen Ländern, die aufgrund massiver Kürzungen der Gesundheitshilfe mit dem Problem des Medikamentenmangels in den Gesundheitseinrichtungen konfrontiert waren. Hierzu wird Fonds eingerichtet, um zunächst Medikamente zu kaufen, die dann mit einem geringen Gewinn weiter verkauft werden. Das Geld wird dann für den erneuten Kauf von Medikamenten verwendet.
Danach besuchten das Team von Ujaylo Nepal die Tawari Buddha Primary School, die regelmäßig vom Verein unterstützt wird. Die von der Gemeinschaft gegründete Schule wächst langsam, aber stetig. 70 Schülerinnen und Schüler besuchen mittlerweile die Schule.
Als nächsten ging es dann zum Gesundheitsposten (HP) Pangu Bhukdeu, an dem mittlerweile nachhaltige und erfolgreiche Arbeit geleistet wird. Herr Kiran (Leiter von HP) sagte, dass den Patienten nach der Behandlung zunächst kostenlose Medikamente zur Verfügung gestellt und sie gebeten werden, nach ein paar Tagen erneut zur Kontrolle zu kommen.
Wir beendeten unsere Inspektionstour mit vielen schönen Eindrücken und dem tiefen Gefühl der Zufriedenheit, dass sich unsere Projekte Tat für Tag immer besser entwickeln und von der Bevölkerung angenommen wird.
Namaste, Dankeschön und viele Grüße nach Deutschland !
Ihre Sunita”
(Fotos: Sunita Younjan)
Am 18. Februar erreichte uns erneut eine schöne Nachricht aus Nepal: Schon wieder konnte eine weitere Schulung von Lehrpersonal erfolgreich abgeschlossen. Diesmal im Distriuk Sailung, einer wunderschönen, jedoch armen Gegend an den südlichen Ausläufern des Himalaya, zwischen den Distrikten Dolakha und Ramechap gelegen.
Am dem 7tägigen Early Child Development (ECD) Training nahmen dort insgesamt 38 Lehrerinnen und Lehrer teil, die ihre Teilnahmezertifikate stolz entgegen nahmen. Das Abschlussprogramm endete, wie bereits in Umakunda, mit einer schönen und feierlichen Zeremonie, an der auch Vertreter aus Politik und Verwaltung teilnahmen. Viel Lob, Herzlichkeit und Dankbarkeit erhielten unsere Vertreter von Ujyalo Nepal von den Verantwortlichen, von den Lehrerinnen und Lehrern.
Wieder ein kleiner Schritt…..Dhanyabad!
In Barhrabise, einer kleinen verstreuten Region im Distrik Shindhupalchowk berichtet der Vorsitzende der Gemeinde Jambu. Herr Bel Bahadur Roka, dass es dort angesichts der starken Regenfälle in den vergangenen Tagen und Wochen einen großen Erdrutsch gegeben habe - mit verheerenden Folgen. Die Ortschaft Jambu zählt insgesamt 80 Haushalte, davon sind 55 von dieser Naturkatastrophe betroffen, wobei 25 von ihnen komplett beschädigt und damit nicht mehr bewohnbar sind. Doch was noch schlimmer ist: Insgesamt 19 Menschen werden seit dieser Katastrophe vermisst, 2 Leichen wurden zwischenzeitlich aus dem Fluss Yamlu geborgen! Die Menschen stehen unter Schock und es regnet unaufhörlich. Viele Familien müssen in der Schule oder im Gemeindehaus leben – ihre Zukunft ist ungewiss. Unsere Freunde von Uyjalo Nepal haben natürlich sofortige Hilfe zugesagt. Zunächst muss der verschüttete Weg geräumt werden, ein Fahrzeug wird von Verein gemietet , um danach dringende Lebensmittel zu den Menschen zu bringen. Die Hilfe ist angelaufen…… mittlerweile konnten 55 große Säcke Reis, 110 kg Dal und 110 Liter Öl zu den Notleidenden gebracht werden. Die Menschen sind überglücklich, die Gemeinde hat ein tolles Dankschreiben an unseren Verein gesendet. Es zeigt: Die Naturgewalten in Nepal ruhen nie – die Menschen sind nach wie vor dringend auf unsere Hilfe angewiesen. Dank an unsere Freunde von Uyjalo Nepal für Euer Engagement – und alles in den schweren Zeiten von Corona!!!!
Sie haben es schon wieder getan: Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Schmallenberg haben erneut mit tollen Aktionen an ihrem Gymnasium Gelder eingesammelt, um ihre Freundinnen und Freunde an der nepalesischen Schule „Shree Chandeni Secondary School“ in Zero Kilometer zu unterstützen. Fußballturniere, Weihnachts- und Nepalbasare…alles Initiativen mit herausragendem sozialen Engagement, um den Ärmensten der Armen auf der anderen Seite der Erde zu helfen und ihren Paten in Nepal ein wenig mehr Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu geben.
In den vergangenen Jahren haben die Schülerinnen und Schüler damit bereits über 40.000,- € für Nepal gespendet. Damit seid Ihr CHAMPIONS bei Lichtblick Nepal e.V.
Zwischenzeitlich wurden auch die Weichen, gestellt, damit sich die Schülerinnen und Schüler in Zukunft besser persönlich kennen lernen und austauschen können. An der Shree Chandeni Secondary School wurden Stromleitungen verlegt, Computer installiert und das Internet aktiviert. Damit können nun die rund 6.500 km zwischen Schmallenberg und Zero Kilometer in wenigen Sekunden überwunden und endlich auch persönliche „digitale Brieffreundschaften“ geschlossen werden. Da werden sicherlich einige Freundschaften entstehen!
Ganz herzlichen Dank an die CHAMPIONS des Gymnasiums Schmallenberg für Eure tolle Unterstützung!!!!
Die Müllentsorgung ist in Nepal ein großes Problem. Nicht selten sieht man an den Straßen kleine lodernde Feuer, aus denen schwarzer Rauch aufsteigt. Immer wieder entsorgen die Menschen insbesondere ihren Plastikmüll, in dem sie ihn einfach verbrennen. Das schädigt die Gesundheit der Menschen und geht zu Lasten der Umwelt – doch den meisten Nepalesen sind diese Folgen nicht bewusst.
Hier haben wir versucht, gemeinsam mit unseren Freunden von Ujyalo Nepal, einen Anstoß zu geben: In den Krankenstationen (sogenannte „Health Posts“), in denen wir auch aktiv sind, stellt sich die Frage der Entsorgung noch dringlicher, insbesondere wenn es um die Entsorgung hochinfektiöser Spritzen und von benutztem Wund- und Verbandmaterial geht - INFEKTIONSGEFAHR!
In einem Health Post in der Region Panchkal haben wir deshalb einen Ofen bauen lassen, der auf Grund der hohen Temperaturentwicklung allen Anforderung an eine ordnungsgemäße und sichere Entsorgung gewährleistet. Dieser hat 5.000,- € gekostet - Geld, das zweifelsfrei sehr gut angelegt worden ist. Die wenige Asche kann nach dem Verbrennungsvorgang ohne Probleme risikolos auf den Feldern verteilt werden. Bei den letzten Projektvisiten inspizierten Johannes Borger und Norbert Grobbel den Ofen und warben bei dem Hospitalpersonal für die sachgerechte Nutzung. Das Personal hat mittlerweile den Nutzen erkannt und verbrennt die infektiösen Materialien wie erhofft. Nun soll der nächste Schritt erfolgen: Wir möchten, dass die infektiösen Materialien im Zuge der Verteilung von Medikamenten an weiteren 10 Health Posts in den Bergen in sicheren Taschen gesammelt und schließlich zentral verbrannt wird. Weiter noch: Solche Öfen eignen sich auch zur Verbrennung des restlichen Mülls – die nepalesischen Bürgerinnen und Bürger sollen selbst entscheiden, ob dieses ein förderungswürdiges Projekt in der Zukunft für sie sein kann.

Ein Hilferuf ereilte unsere Mitarbeiterin Sunita in den letzten Tagen aus Sanu Dahai. Dieses kleine Dorf liegt in Bethanchowk, der Heimatregion unseres Vorsitzenden von Ujyalo Nepal, Dr. Rabindra Ghole. Bereits seit einigen Monaten ist Sunita in der Gegend aktiv, sie hat mehrere Projekte angestoßen, die nun nach und nach realisiert werden. Doch nun war sofortige und unbürokratische Hilfe gefragt: Das Haus einer Familie stand plötzlich in Flammen, die Bewohner konnten einige der notwendigsten Sachen gerade noch vor dem Feuer retten. Doch das Haus brannte bis auf die Mauern ab. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erklärten sich schnell bereit zu helfen und stellten der Familie für den Wiederaufbau einen Geldbetrag von 50.000 Rupien zu Verfügung. Damit kann die schlimmste Not der Familie gemildert werden. Die Bewohner der Region betrachten diese Unterstützung auch als Zeichen der tiefen Verbundenheit von Ujyalo Nepal mit der Dorfbevölkerung.
Video: Johannes Franz Voß (Visuelle Kommunikation, Kassel)
Titel: Emao mit freundlicher Genehmigung von Sattva Music