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Herzlich Willkommen bei Lichtblick Nepal e.V.

 


"Wir vergessen Euch nicht!"



 +++CORONA - KRISE+++

"Bitte bleiben Sie gesund!"


"Tausende Menschen starben bei den schweren Erdbeben in Nepal.  Es traf die Ärmsten der Armen. Staatliche Hilfe - Fehlanzeige.  Die Welt schaut heute auf andere Dinge - Nepal ist wieder weit weg.

Wir machen weiter."


Liebe Freunde und Förderer von Lichtbick Nepal,

das außergewöhnliche Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu. Einen neuen Termin zur Generalversammlung können wir unter den derzeitigen Bedingungen noch nicht nennen. Die Pandemie hat unser aller Leben verändert. Der jüngste harte Lockdown hat die zuvor gehegte Hoffnung auf eine Lockerung vor Weihnachten zunichte gemacht. Doch in jeder Krise steckt auch eine Chance: Wir machen neue Erfahrungen, die auch unser aller Leben bereichern können. Die Menschen in Nepal allerdings haben allen Grund sich zu sorgen. Die Regierung hat kein Geld zur Verfügung, um sinnvoll zu helfen. Die Einnahmen aus dem Tourismus und die Überweisungen der nepalesischen Arbeitsmigranten fehlen und Nepal ist international wenig kreditwürdig. So sind die Menschen, wie immer, auf sich alleingestellt. Sie haben es gelernt mit Krisen umzugehen und versuchen sich selbst zu helfen. Die Familie hat in solchen Situationen eine ganz wichtige Funktion. Sie gibt den nötigen Zusammenhalt und Schutz. Der Bezug zur Heimat und in diesem Fall zum eigenen Stückchen Land irgendwo in den Bergen hilft zu überleben.

 

Wir erleben sowohl in unserem Projektgebiet in Panchkhal als auch in Bethanchwok die Rückkehr vieler Familienmitglieder, die sich ein arbeitsloses Leben in den Großstädten nicht leisten können. Die Coronapandemie ist in Nepal nicht überwunden. Trotzdem sind die Schulen, die Behörden und die Geschäfte wieder geöffnet. Gerade in den dichter besiedelten Städten des Terai und im Kathmandu-Tal sterben vermutlich Menschen an Covid 19, doch nicht in der Zahl und mit den statistischen Daten, die im Moment bei uns zu sehen sind. 70 % der Menschen in Nepal sind unter 30Jahre alt und das allein ist bereits ein schützendes Moment. Die Intensivstationen sind nicht so voll wie bei uns, denn eine Langzeitbehandlung können sich nur wenige Nepalesen leisten. Die Menschen in Nepal sind sich immer der Endlichkeit des Lebens bewusst und haben damit auch eine andere Einstellung zum Tod als in unserem Kulturkreis. Die Pandemie hat unsere Projektarbeit selbstverständlich beeinträchtigt. Trotzdem ist unser Team in Nepal alles andere als untätig gewesen und hat weiterhin sehr motiviert gearbeitet. Durch den guten Kontakt mittels Internet und Telefon konnten wir von hier aus unterstützend und beratend mitwirken. Zum Beispiel in folgenden Schwerpunkten:

Gesundheit

Dank Ihrer Unterstützung konnten fehlende Mund-Nasen-Masken, Schutzhandschuhe und Schutzkleidung für die Gesundheitsstationen im Projektgebiet angeschafft und bereitgestellt werden. Ebenso die ergänzende Ausstattung zur Erstellung von Corona-Tests und der notwendigen Laborausstattung.

Wasserversorgung

Die von Ujyalo Nepal mitfinanzierten Wasserbauprojekte in Koldanda, Khokbeshi und Baluwa (Gemeinde Panchkhal) sind in diesem Jahr fertiggestellt worden. So gelangt sauberes Trinkwasser in ausreichender Menge zu den Haushalten und erhöht die Lebensqualität und die Hygiene in den Dörfern deutlich. Dieses ist gerade in der derzeitigen Coronapandemie von hoher Bedeutung. Sanjay Tamang, stellv. Vorsitzender von Ujyalo Nepal, und Mitglied im Gemeinderat von Panchkhal verfügt über Erfahrung in Wasserversorgungsprojekten und wirkt als Multiplikator zur Wissensvermittlung beim Bau und späteren Unterhaltung.

 

 

Bildung

Mit der erneuten Öffnung der Schulen im November konnten auch die geplanten Weiterbildungen für die Erzieher/innen und Lehrer/innen der Kindergärten und Grundschulen in Sailung beginnen. Dieser Ort liegt im Dolakha District und ist der Heimatort des Vorstandmitglieds Sonam Sherpa. Sonam war von dem Erfolg des Trainings in Panchkhal und Bethanchwok so begeistert, dass er davon in seinem Heimatdorf berichtete. Insgesamt nahmen 35 Pädagogen in zwei Gruppen an dem einwöchigen Seminar teil. Ziel ist die Vermittlung eines kindgerechten Unterrichts, um so die Qualität der Kindergarten- und Schulbildung zu verbessern.

Hilfe in Notlagen

Unser Partnerverein Ujyalo Nepal unterstützt Familien in Notlagen. Die Kontakte dazu entstehen durch die gute Vernetzung zu den Dörfern und Gemeinden. Die Dorfgemeinschaften und Nachbarn helfen notleidenden Menschen und Familien nach ihren Möglichkeiten. Erst wenn es auch deren Möglichkeiten überfordert, wird u.a. Ujyalo Nepal um Mithilfe gebeten. Auf dem Bild rechts ist die Khami-Familie (aus der unteren Kaste der Schmiede) in der Gemeinde Bethanchwok, Ward 5 abgebildet, die wir mit 30,00 €/Monat unterstützen. Das mag angesichts der erkennbaren Not wenig sein, jedoch haben wir die Empfehlungen der Dorfgemeinschaft zu respektieren. Der Vater ist behindert, die Mutter arbeitet neben dem Haushalt und Versorgung der Kinder auf den Feldern der Nachbarn für ein geringes Entgelt.


Mit diesem kleinen Einblick in die trotz der Coronapandemie weiter laufende Projektarbeit von Ujyalo Nepal verbinden wir die besten Wünsche zu Weihnachten und zu einem guten Übergang in das neue Jahr 2021. Hoffen wir, dass u. a. durch Impfungen unser aller Leben wieder einfacher wird. Wir bedanken uns im Namen der Freunde in Nepal für Ihre tatkräftige Unterstützung zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in den Bergregionen Nepals.

 

Viele Grüße und bleiben Sie gesund!!

 

Johannes Börger      Norbert Grobbel     Stefan Wiese

 

Bankverbindung: Lichtblick Nepal, Volksbank Bigge-Lenne eG, IBAN: DE19 4606 2817 0022 7221 00


Schöne Infos aus Nepal

Schritt für Schritt kleine Fortschritte

Trotz der Coronasituation, die auch in Nepal mit vielen Einschränkungen verbunden ist und den Menschen in den Städten, wie auch in den Bergen einiges abverlangt, arbeiten unsere Freunde von Ujyalo Nepal emsig weiter – so gut es geht. So waren im Oktober Sanjay Tamang (Vizepräsident), Sonam Sherpa (Schatzmeister), Ang Dorge Sherpa (Mitglied) in unseren Projektgebiete Bethanchowk und Panchkal unterwegs, um verschiedene Aktivitäten und Unterstützungsleistungen des Vereins zu inspizieren. Zunächst führte ihr Weg nach Bethanchowk, um zufriedenstellend die Fortschritte des Chamrangbeshi HP-Baus feststellen zu dürfen.

 

An der Tawari Primary School konnte der Unterricht trotz Corona Gott sei Dank fortgeführt werden. Die Schulleiterin Frau Karishma Thing unterrichtet dort mit ihren Kolleginnen unter hohen persönlichen Entbehrungen seit Wochen rund 65 Schüler. Um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren wurde der Unterricht zeitversetzt in verschiedenen Schichten erteilt. Leider konnte die Gemeinde sie aktuell nicht bezahlen, so dass unser Verein einsprang und ihrer bescheidenen Bitte um eine kleine finanzielle Unterstützung nachkam.

 

Darüber hinaus folgten Prabhakar Mahajan (Vorsitzender), Sanjay Tamang  und SunitaYounjan  Einladung des Take Drinking Water Committee. Dort wurden sie herzlich begrüßt und die wichtigsten Fortschritte und damit verbundenen Schwierigkeit intensiv erörtert. 

 

 Anschließend nahmen sie konkrete Projekte persönlich in Augenschein. Zunächst ging es zum Koldanda Trinkwasserprojekt an der Station 12, wo die Menschen gerade mit  Rohrverbindungsarbeiten befasst waren.Im November werden die Montagen dort abgeschlossen sein, so dass dann alle Haushalte über sauberes Wasser verfügen.

 

Die Vorsitzenden dieses Komitees, Frau Renu Tamang informierte unser Team am Khokbeshi Trinkwasserprojekt Station Nr. 2 darüber, dass die Rohrleitungsmontage der Hauptleitung zum Reservetank bereits abgeschlossen werden konnten. In den kommenden Tagen und Wochen werden die Rohrverbindungen vom Tank zu den Haushalten angeschlossen. Insgesamt rechnet das Komitee damit, dass hierfür rund 1 Monat an Zeit benötigt wird.

 

So kehrten unsere “Inspektoren” wieder nach Kathmandu zurück. Insgesamt sind alle zufrieden, dass trotz der erheblichen Pandemieeinschränkungen auch weiterhin einige Projekte Schritt für Schritt vorangetrieben werden können.

 

Vielen Dank und viele Grüße nach Nepal und passt auf Euch auf!


Unermüdliche Hilfe läuft

Masken, Desinfektionsmittel, Fieberthermometer

© Fotos: Sunita Younjan
© Fotos: Sunita Younjan

Aus den verschiedensten Gemeinden Nepals erreichen unsere Freunde von Uyjalo Nepal immer wieder Hilferufe. Covis 19 stellt gerade in den abgelegenen Gebieten die Bewohner vor große Herausforderungen. Es mangelt an vielen Dingen, vor allem aber an Mitteln, damit sich die Familien und Kinder selbst vor der Ausbreitung des Virus schützen können. Dank der Spenden aus Deutschland können Uyjalo Nepal und Lichtblick Nepal e. V. viel wertvolle Hilfe leisten. Rechts sehen Sie eine kleine Übersicht, welches Material in welche Gemeinde geliefert werden konnte. Die Menschen bedanken sich herzlich mit Briefen für die tolle Unterstützung aus Deutschland!!

Danke an alle Helferinnen und Helfer

sowie Spenderinnen und Spender !!!

 

Bitte achten Sie auf sich und bleiben Sie gesund!!!

 

- Panchkhal Municipality (Kavre)

Testbestecke (VTM): 300 Stück

Chirugische Masken: 5000 Stück

Handdesinfektionsmittel (500ml): 15 Flaschen

Sprühdesinfektionsmittel: 7 Stück

Gesichtsschutz: 20 Stück

 

- Bhumlu Rural Municipality (Kavre)

Testbestecke (VTM): 200 Stück

Chirugische Masken: 4000 Stück

Handdesinfektionsmittel (500ml): 10 Flaschen

Sprühdesinfektionsmittel: 4 Stück

Gesichtsschutz:15 Stück

 

- Sailung Rural Municipality (Dolakha)

Testbestecke (VTM) : 300 Stück

Chirugische Masken: 5000 Stück

Handdesinfektionsmittel (500ml): 10 Flaschen

Sprühdesinfektionsmittel: 4 Stück

Gesichtsschutz: 15 Stück

Fiebertherometer (Infrarot): 4 Stück

 

- Chauri Deurali Rural Municipality (Kavre)

Testbestecke (VTM) : 200 Stück

Chirugische Masken : 4000 Stück

Handdesinfektionsmittel  (500ml) : 10 Flaschen

Sprühdesinfektionsmittel: 4 Stück

Gesichtsschutz:15 Stück

 

Darüber hinaus sind mittlerweile 5 Flaschen Desinfektionsmittel, 2000 OP-Masken, 6 Flaschen mit Desinfektionsspray, 35 Gesichtsschutzmasken sowie ein Fieberthermometer (Infrarot), an die Mitarbeiter an wichtigen Verkehrskontrollpunkten, wie beispielsweise in Sangabhanjyang, Panchkhal, Bandeu, Mudhe verteilt worden. Diese Knotenpunkte stellen besondere Risikobereiche dar, da sich dort  die Viren ohne entsprechende Schutzvorkehrungen durch die vielfältigen Kontakte sehr leicht verbreiten können. Gerade das dort arbeitende Personal ist besonders dankbar für die Hilfe, da die Stationen durch die örtlichen Gemeinden und Gesundheitsposten grundsätzlich nicht versorgt werden.


Die Natur ruht nie

Akuter Hilferufe aus Bharabise!!

In Barhrabise, einer kleinen verstreuten Region im Distrik Shindhupalchowk berichtet der Vorsitzende der Gemeinde Jambu. Herr Bel Bahadur Roka, dass es dort angesichts der starken Regenfälle in den vergangenen Tagen und Wochen einen großen Erdrutsch gegeben habe - mit verheerenden Folgen. Die Ortschaft Jambu zählt insgesamt 80 Haushalte, davon sind 55 von dieser Naturkatastrophe betroffen, wobei 25 von ihnen komplett beschädigt und damit nicht mehr bewohnbar sind. Doch was noch schlimmer ist: Insgesamt 19 Menschen werden seit dieser Katastrophe vermisst, 2 Leichen wurden zwischenzeitlich aus dem Fluss Yamlu geborgen! Die Menschen stehen unter Schock und es regnet unaufhörlich. Viele Familien müssen in der Schule oder im Gemeindehaus leben – ihre Zukunft ist ungewiss. Unsere Freunde von Uyjalo Nepal haben natürlich sofortige Hilfe zugesagt. Zunächst muss der verschüttete Weg geräumt werden, ein Fahrzeug wird von Verein gemietet , um danach dringende Lebensmittel zu den Menschen zu bringen. Die Hilfe ist angelaufen…… mittlerweile konnten 55 große Säcke Reis, 110 kg Dal und 110 Liter Öl zu den Notleidenden gebracht werden. Die Menschen sind überglücklich, die Gemeinde hat ein tolles Dankschreiben an unseren Verein gesendet. Es zeigt: Die Naturgewalten in Nepal ruhen nie – die Menschen sind nach wie vor dringend auf unsere Hilfe angewiesen. Dank an unsere Freunde von Uyjalo Nepal für Euer Engagement – und alles in den schweren Zeiten von Corona!!!!




They are the CHAMPIONS !!!

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Schmallenberg


© ms, jb - Pokal: kisspng.com
© ms, jb - Pokal: kisspng.com

Sie haben es schon wieder getan: Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Schmallenberg haben erneut mit tollen Aktionen an ihrem Gymnasium  Gelder eingesammelt, um ihre Freundinnen und Freunde an der nepalesischen Schule „Shree Chandeni Secondary School“ in Zero Kilometer zu unterstützen. Fußballturniere, Weihnachts- und Nepalbasare…alles Initiativen mit herausragendem sozialen Engagement, um den Ärmensten der Armen auf der anderen Seite der Erde zu helfen und ihren Paten in Nepal ein wenig mehr Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu geben.

In den vergangenen Jahren haben die Schülerinnen und Schüler damit bereits über 40.000,- € für Nepal gespendet. Damit seid Ihr CHAMPIONS bei Lichtblick Nepal e.V.

 

Zwischenzeitlich wurden auch die Weichen, gestellt, damit sich die Schülerinnen und Schüler in Zukunft besser persönlich kennen lernen und austauschen können. An der Shree Chandeni Secondary School wurden Stromleitungen verlegt, Computer installiert und das Internet aktiviert. Damit können nun die rund 6.500 km zwischen Schmallenberg und Zero Kilometer in wenigen Sekunden überwunden und endlich auch persönliche „digitale Brieffreundschaften“ geschlossen werden. Da werden sicherlich einige Freundschaften entstehen!

 

Ganz herzlichen Dank an die CHAMPIONS des Gymnasiums Schmallenberg für Eure tolle Unterstützung!!!!


Impressionen 2019!

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Der Jahresrückblick 2019 zum Herunterladen - viel Spaß!
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Den Ärmsten der Armen die Hand reichen

Glücklich: nagelneuer Rollstuhl und wärmende Jacken

Während seiner Projektvisite im Oktober 2019 wurde Norbert Grobbel am Wegesrand auf ein älteres Ehepaar aufmerksam, welches um Hilfe bat. Der Gesundheitszustand eines 82jährigen ließ es nicht mehr zu, dass er sich selbstständig fortbewegen konnte. Sein Wunsch war, einen funktionsfähigen Rollstuhl zu bekommen, um sein Haus wieder, zumindest einige Meter, verlassen zu können.Dieser Wunsch ging nun in Erfüllung. Freudig überreichen unsere Freunde von Ujyalo Nepal dem älteren Ehepaar einen nagelneuen Rollstuhl. Mit ihrer Hilfe darf der ältere Herr erstmalig Platz nehmen, er kann sein Glück kaum fassen. Zudem wurde dem Paar noch wärmende Daunenjacken für die kalten Wintertage geschenkt. Beide danken ausdrücklich den Spendern aus Deutschland!


Infektionsgefahr und Müllentsorgung

Verbrennungsofen finanziert

Die Müllentsorgung ist in Nepal ein großes Problem. Nicht selten sieht man an den Straßen kleine lodernde Feuer, aus denen schwarzer Rauch aufsteigt. Immer wieder entsorgen die Menschen insbesondere ihren Plastikmüll, in dem sie ihn einfach verbrennen. Das schädigt die Gesundheit der Menschen und geht zu Lasten der Umwelt – doch den meisten Nepalesen sind diese Folgen nicht bewusst.

 

Hier haben wir versucht, gemeinsam mit unseren Freunden von Ujyalo Nepal, einen Anstoß zu geben: In den Krankenstationen (sogenannte „Health Posts“), in denen wir auch aktiv sind,  stellt sich die Frage der Entsorgung noch dringlicher, insbesondere wenn es um die Entsorgung hochinfektiöser Spritzen und von benutztem Wund- und Verbandmaterial geht - INFEKTIONSGEFAHR!

 

In einem Health Post in der Region Panchkal haben wir deshalb einen Ofen bauen lassen, der auf Grund der hohen Temperaturentwicklung allen Anforderung an eine ordnungsgemäße und sichere Entsorgung gewährleistet. Dieser hat 5.000,- € gekostet - Geld, das zweifelsfrei sehr gut angelegt worden ist. Die wenige Asche kann nach dem Verbrennungsvorgang ohne Probleme risikolos auf den Feldern verteilt werden. Bei den letzten Projektvisiten inspizierten Johannes Borger und Norbert Grobbel den Ofen und warben bei dem Hospitalpersonal für die sachgerechte Nutzung.  Das Personal hat mittlerweile den Nutzen erkannt und verbrennt die infektiösen Materialien wie erhofft. Nun soll der nächste Schritt erfolgen: Wir möchten, dass die infektiösen Materialien im Zuge der Verteilung von Medikamenten an weiteren 10 Health Posts in den Bergen in sicheren Taschen gesammelt und schließlich zentral verbrannt wird. Weiter noch: Solche Öfen eignen sich auch zur Verbrennung des restlichen Mülls – die nepalesischen Bürgerinnen und Bürger sollen selbst entscheiden, ob dieses ein förderungswürdiges Projekt in der Zukunft für sie sein kann.




Erstmalig im Leben

Training für junge Lehrkräfte

© Fotos yo
© Fotos yo

Freudige Nachrichten erhalten wir aus Bethanchock, Bezirk Kavre. Dort konnten, dank der Initiative und Finanzierung von Uyjalo Nepal, 27 Erzieherinnen und Lehrkräfte, die überwiegend an Grundschulen arbeiten, pädagogisch geschult werden. Für einige von Ihnen war es die erste Schulung in ihrem Leben: In Nepal werden vielfach Lehrkräfte für Kindergärten und Grundschulen aus den Schülerinnen  und Schülerinnen rekrutiert, die gerade die 10. Klasse absolviert haben. Diese verfügen  insofern zumeist über keinerlei pädagogische Ausbildung.

Von den sogenannten "Government Teachers", also den staatlich finanzierten und an Hochschulen ausgebildeten Lehrkräften gibt es leider nicht genügend – auf rund 40 Schülerinnen und Schüler entfällt regelmäßig nur ein staatlicher Lehrer.  Deshalb versuchen die Menschen in den Dörfern die entstehenden Lücken mit nicht oder wenig qualifizierten Lehrern zu schließen, indem sie Schulabsolventen anheuern.  Diese „Laien“, auch das soll erwähnt werden, sind oftmals motivierter als die "Staatsdiener" und sehr dankbar für jedes Training,  dass sie absolvieren dürfen. Genau diesen Eindruck gewannen auch Sonam Sherpa, Sanjaya Tamang und Pravakar Maharjan, die sich für Uyjalo Nepal vor Ort selbst ein Bild von dem Projekt machten. Alle Teilnehmerinnen beschrieben die Trainingstage als lang, anstrengend, jedoch auch als sehr lohnenswert. Und sie waren am Ende glücklich: Alle schlossen mit einem Zertifikat ab. So war es schließlich allzu verständlich, dass  sich auch der Vorsitzende der Gemeinde, Herr Prem Bahadur Timalsinal überaus glücklich über das hohe Engagement  zeigte. Er dankte ganz besonders unsere Mitarbeiterin Sunita für ihren besonders großen Einsatz und ihr hohes Organisationsgeschick. Für Sunita ist die Arbeit jedoch noch nicht getan:

In den kommenden Wochen wird sie die Schule regelmäßig aufsuchen und schauen, ob die Trainingsinhalte durch die Lehrkräfte auch in der Praxis umgesetzt werden oder eventuell weitere Hilfestellungen  notwendig sind. Sollte Unterrichtsmaterial fehlen, wird Uyjalo Nepal selbstverständlich weitere Unterstützung gewähren. Am Ende des Projektes, darüber sind sich alle Beteiligten im Klaren, geht es nur um ein Ziel: den Kindern zu besseren Lernerfolgen zu verhelfen. 


Hilfe in höchster Not

Haus bis auf die Grundmauern abgebrannt

(© ng) Unglück in Bethanchowk
(© ng) Unglück in Bethanchowk

 

Ein Hilferuf ereilte unsere Mitarbeiterin Sunita in den letzten Tagen aus Sanu Dahai. Dieses kleine Dorf liegt in Bethanchowk, der Heimatregion unseres Vorsitzenden von Ujyalo Nepal, Dr. Rabindra Ghole. Bereits seit einigen Monaten ist Sunita  in der Gegend aktiv, sie hat mehrere Projekte angestoßen, die nun nach und nach realisiert werden. Doch nun war sofortige und unbürokratische Hilfe gefragt: Das Haus einer Familie stand plötzlich in Flammen, die Bewohner konnten einige der notwendigsten Sachen gerade noch vor dem Feuer retten. Doch das Haus brannte bis auf die Mauern ab. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erklärten sich schnell bereit zu helfen und stellten der Familie für den Wiederaufbau einen Geldbetrag von 50.000 Rupien zu Verfügung. Damit kann die schlimmste Not der Familie gemildert werden. Die Bewohner der Region betrachten diese Unterstützung auch als Zeichen der tiefen Verbundenheit von Ujyalo Nepal mit der Dorfbevölkerung.


Riesige Freude in Anaikot

Schon mit 30 €-Spende Lebensbedingungen erheblich verbessert

© Fotos ng
© Fotos ng

Norbert Grobbel ist aus Nepal zurück gekehrt - mit schönen Nachrichten aus Anaikot:

 

Frisches Trinkwasser für 350 Bewohner von Anaikot!

Große Einweihungsfeier des fertig gestellten Trinkwasserprojektes in Anaikot am 06. März 2019 !

 

 

"Liebe Freunde von Lichtblick Nepal e.V.:

 

Alle Bewohner des Dorfes hatten sich im Schatten des großen Peeple Tree in der Mitte Dorfes zur feierlichen Einweihung der neuen Wasserleitung eingefunden. Zuvor besichtigte das Ujyalo Nepal Team in Begleitung von Norbert Grobbel und Martin Nijeholt die Pumpstation und brachte mit den Dorfbewohnern am Hochbehälter das Schild mit Angaben der Arbeitsgemeinschaft/Finanzierung an. Anschließend wurde beim Peeple Tree die Wasserzapfstelle von dem zweiten Vorsitzenden Bishnu Malli und dem Bürgermeister Mahesh Kharel feierlich mit Beifall geöffnet. Bei den anschließenden, durchaus langen Festreden, gingen die Beteiligten auf die Mühen und immer wieder aufgetretenen Hindernissen im Zuge der Umsetzung ein.  Jetzt ist die Freude über das erreichte Ziel riesengroß. Dank der Unterstützung von Lichtblick Nepal haben in Anaikot, Kavre Distrist in Nepal, jetzt über 70 Haushalte frisches Trinkwasser. Dieses Dorf wird auf einem Höhenrücken in der Nähe von Panchkhal/Dhulikhel wird vorrangig von Menschen aus den niedrigeren Kasten mit allen damit verbundenen Nachteilen in der nepalesischen Gesellschaft bewohnt.

Die unterhalb vom Dorf gelegene Quellfassung mit einem 20 qm großen Tank, einer Pumpe, einer Leitung zu dem 300 m höher gelegenen 80 qm Hochbehälter, und ein Verteilnetz zu jedem Haus wurden mit Gesamtkosten von ca. 35.000,- € im Dorf Anaikot errichtet. Zur Errichtung und zum Betrieb des Wassernetzes wurde im Dorf Anaikot ein Wasserverband mit verbindlichen Strukturen  gegründet. Unser Partnerverein Ujyalo Nepal unterstütze das Projekt mit einem Betrag von 11.000,- €, sowie mit fachlicher Beratung durch unser Mitglied Sanjay Tamang und Mitarbeiter Amrit Malli.  Die übrigen Kosten sind von der Gemeinde in Panchkhal und durch Eigenleistung aller Dorfbewohner erbracht worden. In Managementfragen wird der Wasserverband weiterhin von Sanjay Tamang, auf Grund seiner bisher 10 jährigen Erfahrung im eigenen Dorf, weiterhin ehrenamtlich unterstützt.

Jeder Haushalt hat jetzt eine eigene Zapfstelle mit Wasseruhr. Das Alltagsleben gerade der Frauen hat sich deutlich positiv verändert. Besonders in den kühleren Morgenstunden musste bisher täglich das benötigte Wasser für den Haushalt und das Vieh mühsam von Frauen, Männern  und Kindern auf dem Rücken von der Quelle zum Haus etwa 250 Höhenmeter hoch heraufgetragen werden. Dazu wurden jeweils 1,5 Stunden benötigt (je Tour 20-30 ltr/Person). Die verfügbare Wassermenge war durch diesen Arbeitsaufwand entsprechend begrenzt. Die Kinder machten dieses häufig vor dem Gang zur Schule mit kleineren Kanistern oder Körben mit Flaschen.

Die Vorteile des jetzt über das Leitungsnetz verfügbaren Wassers liegen auf der Hand:

 

-   Die Eltern können morgens die Kinder auf den Weg zur Schule vorbereiten und ihnen das nötige Lunchpaket mitgeben.

-   Die Männer gehen ihrer Arbeit im Feld und beim Hausbau nach und verdienen mehr Geld in durch die eingesparte Zeit.

-   Die Hygiene wird deutlich verbessert, weil man bei der Körperpflege nicht mehr mit dem Wasser sparen muss.

-  Im Nahbereich der jeweiligen Wasserzapfstelle wird der kleine Gemüsegarten für den Eigenbedarf, oder auch Verkauf von Gemüse, bewässert.

-   Die Viehhaltung wird mit genügend Wasser ausgedehnt. So bietet die Haltung von weiteren Hühnern,  eine zusätzliche Einkommensquelle für die Familie.

 

Die monatlichen Aufwendungen für das Wassergeld (Stromkosten, Ansparungen für Instandhaltung, Entlohnung Wassermeister) werden max. einem Tageseinkommen eines Bauarbeiters (ca. 8,- €)  in Nepal liegen.  Dieses wenden die Familien in Anbetracht der o. a. Vorteile gern auf. Die Dorfbewohner hatten durch unsere Arbeiten in Shikharpur von Ujyalo Nepal gehört und ihr Anliegen an uns herangetragen. Heinrich Strohmeier hat dann in Verbindung mit Ujyalo Nepal maßgeblich das Projekt begleitet, vielen Dank an Heinrich!

 

Ihr Norbert Grobbel"




Video:  Johannes Franz Voß  (Visuelle Kommunikation, Kassel)

Titel:    Emao mit freundlicher Genehmigung von Sattva Music

Trümmer, Hilfe, Spenden, Wiederaufbau, Unterstützung
(© ms)




Endlich sprudelndes Wasser

WESTFALENPOST berichtet

Ein schöner Bericht über unsere Vereinsarbeit in Nepal ist am 4.12.2018 in der WESTFALENPOST erschienen. Hier geht`s zum Artikel... 

 

Am 8.12.2018 erschien zudem ein Interview mit Johannes (rechts).



Ausbau der Sanitäranlagen

Unterstützung von Kindern mit Behinderung

© Fotos jb, am
© Fotos jb, am

Kirtipur ist eine kleine Stadt im Kathmandutal, die auf einem kleinen Höhenzug am südwestlichen Stadtrand von Kathmandu liegt. In diesem historischen, einst von Newaris gegründeten Ort, der heute noch über eine gut erhaltene Altstadt mit Tempel- und Teichanlagen verfügt, befindet sich auch die INDIRAYANI BASIC SCHOOL, auf dessen Gelände - dank des vorbildlichen Engagements des  deutschen Vereins "Nepalhilfe Kirtirpur e.V." und ihres Initiators Wilfried Gerfen - das ICP-Therapiezentrum betrieben wird. In dem Zentrum werden derzeit 18, teils schwer behinderte Kinder betreut, denen es auf Grund ihrer Einschränkungen nicht möglich ist, eine reguläre Schule zu besuchen. Hauptverantwortliche Lehrerin ist Prakriti Bhattarai, die selbst körperlich beeinträchtigt ist. Neben ihr gibt es eine weitere fleißige und helfende Mitarbeiterin namens Lanita Thapa. Zudem wird das Zentrum von den Familien der Kinder voll unterstützt, indem jeweils ein Mitglied aus jeder Familie, die abwechselnd als Pflegekräfte teilnehmen, einen Tagesdienst leistet. Täglich kommen Mütter mit ihren Sprösslingen zur Schule und pflegen, schulen und erziehen sie dort gemeinsam. Durch einen zufälligen Kontakt stellten unsere Freunde in Nepal fest, dass die Sanitäranlage in dem Therapiezentrum einer Modernisierung bedurfte. Dies ist nun erfolgt: Dank der großen Unterstützung aus Deutschland, haben wir nun in dem  Therapiezentrum eine behindertengerechte Toilette errichten lassen – sehr zur Freude der Mütter und Kinder!!























Warme Decken für die Ärmsten

© am, Dankbar!
© am, Dankbar!

Für die Bewohner von Mahankhal Chaur war dieser Samstag ein ganz besonderer Freudentag. Bereits frühzeitig kamen sie zusammen, um auf „den“ Lastkraftwagen zu warten. Seine Ladung: dicke, gepolsterte, warme Decken. 315 Stück, gut in wasserdichten Taschen verpackt. Endlich können unsere Freunde von Ujyalo Nepal die "blankets“ an diejenigen, die infolge der Zerstörungen durch die Erdbeben den winterlichen Temperaturen in besonderem Maße schutzlos ausgesetzt wären, verteilen: Ältere, alleinstehende Menschen, Witwen und Familien aus den niedrigeren Kasten. Sie selbst sind selbst finanziell nicht in der Lage, für den notwendigen Schutz zu sorgen. Eine Isolierung der Häuser noch vor den ersten, kühlen Wintertagen war wegen der Energiekrise in Nepal nicht möglich. Die Blockade nach Indien verhinderte den Einkauf und Transport des notwendigen Baumaterials oder machte ihn unbezahlbar. So hatten unsere Freunde von "Ulyalo Nepal" die Idee, diese wärmenden Decken zukaufen und zu verteilten. Heute sind die Bewohner von Mahankhal Chaur unendlich dankbar für diese Hilfe…Bildergalerie

Mitten im Winter konnten (endlich) warme Jacken an Kinder in der kleinen Ortschaft Lhubu verteilt werden. Die Familien dort verbringen nun schon den zweiten kalten Winter in ihrem kleinen Heimatdorf. Die Lebensbedingungen sind weiter schlecht, die provisorischen Häuser, in denen die meisten leben müssen, bieten nicht den gewohnten Schutz vor Kälte. Nun helfen wärmende Jacken, die Not ein wenig zu lindern. Unsere Freunde Bishnu, Prabhakar und weitere Helfer von Ujyalo Nepal  freuen sich, "ihre Geschenke" an die mit Spannung wartenden Kinder verteilen zu können. Großes Dankeschön allen Spendern!!   Fotos: Amrita Malli

Schutzengel zurück in Lamusangu

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© mn

Marianne a Nijeholt ist wieder zurück in Lamusangu. In dieser Ortschaft, zwischen Dhulikhel und Jiri ,wurde wenige Tage nach den Erdbeben eine provisorische Klinik unter Planen errichtet. Jede fleißige und kompetente Hand wurde benötigt, um unter den schwierigsten Bedingungen die Leiden der Opfer zu lindern. Mit dabei: Marianne. Trotz aller Belastungen scheute sie auch nach ihrer Arbeit in der Klinik die Anstrengungen nicht, einem kleinen Mädchen hoch in den Bergen zu helfen, welches schwere Verbrennungen erlitten hatte. Nun ist Marianne in Begleitung ihres Mannes zurückgekehrt. Das Mädchen und ihre Familien freuen sich riesig, als der `Schutzengel Marianne` plötzlich vor der Hütte steht. Das Mädchen wirkt quicklebendig, die Wunden sind verheilt, nur ein paar Narben sind geblieben. Eine Geschichte, ein wenig, wie im Märchen. Hier geht`s nach Lamusangu...

 © jb