Deutsch

     English

 

Herzlich Willkommen bei Lichtblick Nepal e.V.

 


"Wir vergessen Euch nicht!"



"Tausende Menschen starben bei den schweren Erdbeben in Nepal.  Es traf die Ärmsten der Armen. Staatliche Hilfe - Fehlanzeige.  Die Welt schaut heute auf andere Dinge - Nepal ist wieder weit weg.

Wir machen weiter."


Riesige Freude in Anaikot

Schon mit 30 €-Spende Lebensbedingungen erheblich verbessert

© Fotos ng
© Fotos ng

Norbert Grobbel ist aus Nepal zurück gekehrt - mit schönen Nachrichten aus Anaikot:

 

Frisches Trinkwasser für 350 Bewohner von Anaikot!

Große Einweihungsfeier des fertig gestellten Trinkwasserprojektes in Anaikot am 06. März 2019 !

 

 

"Liebe Freunde von Lichtblick Nepal e.V.:

 

Alle Bewohner des Dorfes hatten sich im Schatten des großen Peeple Tree in der Mitte Dorfes zur feierlichen Einweihung der neuen Wasserleitung eingefunden. Zuvor besichtigte das Ujyalo Nepal Team in Begleitung von Norbert Grobbel und Martin Nijeholt die Pumpstation und brachte mit den Dorfbewohnern am Hochbehälter das Schild mit Angaben der Arbeitsgemeinschaft/Finanzierung an. Anschließend wurde beim Peeple Tree die Wasserzapfstelle von dem zweiten Vorsitzenden Bishnu Malli und dem Bürgermeister Mahesh Kharel feierlich mit Beifall geöffnet. Bei den anschließenden, durchaus langen Festreden, gingen die Beteiligten auf die Mühen und immer wieder aufgetretenen Hindernissen im Zuge der Umsetzung ein.  Jetzt ist die Freude über das erreichte Ziel riesengroß. Dank der Unterstützung von Lichtblick Nepal haben in Anaikot, Kavre Distrist in Nepal, jetzt über 70 Haushalte frisches Trinkwasser. Dieses Dorf wird auf einem Höhenrücken in der Nähe von Panchkhal/Dhulikhel wird vorrangig von Menschen aus den niedrigeren Kasten mit allen damit verbundenen Nachteilen in der nepalesischen Gesellschaft bewohnt.

Die unterhalb vom Dorf gelegene Quellfassung mit einem 20 qm großen Tank, einer Pumpe, einer Leitung zu dem 300 m höher gelegenen 80 qm Hochbehälter, und ein Verteilnetz zu jedem Haus wurden mit Gesamtkosten von ca. 35.000,- € im Dorf Anaikot errichtet. Zur Errichtung und zum Betrieb des Wassernetzes wurde im Dorf Anaikot ein Wasserverband mit verbindlichen Strukturen  gegründet. Unser Partnerverein Ujyalo Nepal unterstütze das Projekt mit einem Betrag von 11.000,- €, sowie mit fachlicher Beratung durch unser Mitglied Sanjay Tamang und Mitarbeiter Amrit Malli.  Die übrigen Kosten sind von der Gemeinde in Panchkhal und durch Eigenleistung aller Dorfbewohner erbracht worden. In Managementfragen wird der Wasserverband weiterhin von Sanjay Tamang, auf Grund seiner bisher 10 jährigen Erfahrung im eigenen Dorf, weiterhin ehrenamtlich unterstützt.

Jeder Haushalt hat jetzt eine eigene Zapfstelle mit Wasseruhr. Das Alltagsleben gerade der Frauen hat sich deutlich positiv verändert. Besonders in den kühleren Morgenstunden musste bisher täglich das benötigte Wasser für den Haushalt und das Vieh mühsam von Frauen, Männern  und Kindern auf dem Rücken von der Quelle zum Haus etwa 250 Höhenmeter hoch heraufgetragen werden. Dazu wurden jeweils 1,5 Stunden benötigt (je Tour 20-30 ltr/Person). Die verfügbare Wassermenge war durch diesen Arbeitsaufwand entsprechend begrenzt. Die Kinder machten dieses häufig vor dem Gang zur Schule mit kleineren Kanistern oder Körben mit Flaschen.

Die Vorteile des jetzt über das Leitungsnetz verfügbaren Wassers liegen auf der Hand:

 

-   Die Eltern können morgens die Kinder auf den Weg zur Schule vorbereiten und ihnen das nötige Lunchpaket mitgeben.

-   Die Männer gehen ihrer Arbeit im Feld und beim Hausbau nach und verdienen mehr Geld in durch die eingesparte Zeit.

-   Die Hygiene wird deutlich verbessert, weil man bei der Körperpflege nicht mehr mit dem Wasser sparen muss.

-  Im Nahbereich der jeweiligen Wasserzapfstelle wird der kleine Gemüsegarten für den Eigenbedarf, oder auch Verkauf von Gemüse, bewässert.

-   Die Viehhaltung wird mit genügend Wasser ausgedehnt. So bietet die Haltung von weiteren Hühnern,  eine zusätzliche Einkommensquelle für die Familie.

 

Die monatlichen Aufwendungen für das Wassergeld (Stromkosten, Ansparungen für Instandhaltung, Entlohnung Wassermeister) werden max. einem Tageseinkommen eines Bauarbeiters (ca. 8,- €)  in Nepal liegen.  Dieses wenden die Familien in Anbetracht der o. a. Vorteile gern auf. Die Dorfbewohner hatten durch unsere Arbeiten in Shikharpur von Ujyalo Nepal gehört und ihr Anliegen an uns herangetragen. Heinrich Strohmeier hat dann in Verbindung mit Ujyalo Nepal maßgeblich das Projekt begleitet, vielen Dank an Heinrich!

 

Ihr Norbert Grobbel"


Herzlich Willkommen Sunita Youjan!!

Ujyalo Nepal begrüßt neue Mitarbeiterin

© Fotos ng
© Fotos ng

Dear Sunita,

 

we look forward to your help and support in our projects and wish you a lot of joy and success in your work!

 

Welcome to Ujyalo Nepal !!

Sehr zur Freude aller greifen unsere Projekte mehr und mehr, immer mehr Anfragen und Bitten um Unterstützung erreichen unsere Freunde von Ujyalo Nepal. Auch aus diesem Grund freuen wir uns, dass wir die sympathische Sunita Youjan zur Unterstützung unserer Arbeit gewinnen konnten. Sunita ist studierte Sozialwissenschaftlerin, 37 Jahre alt und wohnt in Kathmandu. Sie unterstützte und leitete  über 10 Jahre verschiedene Entwicklungsprojekte in den Krisengebieten Nepals. Sunita gehört der Ethnie der Tamang an, ihre einfühlsame und kommunikative Art wird uns so einen besseren und direkten Zugang zu den oft benachteiligten Frauen ermöglichen. Wir wünschen uns, und sind uns dank Sunitas Mithilfe sicher, dass wir in Zukunft diese benachteiligten Frauen noch intensiver in unsere Projekte einbinden können. Sunita bildet für uns die ideale Ergänzung zur Arbeit von Amrit, der sich so stärker den Bauprojekten und damit verbundene, oft mühsame und schwierige Fragen der Logistik kümmern kann. Beiden wird zukünftig ein größeres Büro in Kalanki (Kathmandu) zur Verfügung stehen, um dort notwendige Büroarbeiten erledigen und die Projekte besser koordinieren zu können.



Video:  Johannes Franz Voß  (Visuelle Kommunikation, Kassel)

Titel:    Emao mit freundlicher Genehmigung von Sattva Music

Trümmer, Hilfe, Spenden, Wiederaufbau, Unterstützung
(© ms)




Endlich sprudelndes Wasser

WESTFALENPOST berichtet

Ein schöner Bericht über unsere Vereinsarbeit in Nepal ist am 4.12.2018 in der WESTFALENPOST erschienen. Hier geht`s zum Artikel... 

 

Am 8.12.2018 erschien zudem ein Interview mit Johannes (rechts).


Täglich zwei Stunden frisches Wasser

Wasserprojekt Jor Peepal

In Jor Peepal, in den oberen Regionen Shikharpurs gelegen, mussten die Bewohner nach den schweren Erdbeben lange Wegstrecken auf sich nehmen, um sauberes Wasser aus entlegenen Brunnen zu holen. Dieser lieferte in der Trockenzeit zudem noch zu wenig Wasser.  Die Beben hatten “ihre” bisherigen Quellen verschüttet. Viele Familien mussten so mit nur 30 ltr. Wasser/Tag auskommen. Diese schwierige Zeit liegt nun hinter ihnen. Die Dorfbewohner konnten mit Hilfe der Unterstützung von Ujyalo Nepal mittlerweile den vorhandenen Wasserbehälter reparieren , und die Zuleitungen von einem weiteren höheren Tankbehälter zum Tank reparieren. Dann wurde ein Verteilnetz direkt zu ihren Wohnhäusern mit einer Wasseruhr/Haushalt neu verlegt. Ujyalo Nepal unterstütze das Dorf mit einem Betrag von ca. 6.000,- €, das entspricht 80,00 €/Haushalt. Die Dorfbewohner selbst erledigten alle Erdarbeiten und Handwerkerleistungen. Sie gründeten einen Wasserbeschaffungsverein zur Organisation der Maßnahme und zukünftigen Wartung und Instandhaltung der Leitungen. Die Menschen ersparen sich dadurch wertvolle Zeit, die sie nun wieder nutzen können, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Gegenwärtig wird das Wasser für 2 Stunden täglich zu den Häusern gepumpt, und zwar eine Stunde am Morgen und eine Stunde am Abend. Jeder Haushalt erhält zunächst mit der monatlichen Grundgebühr von 1250 Rupien (das sind umgerechnet ungefähr 1,25 €) ca. 3 m³ Wasser im Monat. Weitere Wassermengen müssen äquivalent bezahlt werden. Die Dorfbewohner sind überaus dankbar und glücklich. (© am)


Ausbau der Sanitäranlagen

Unterstützung von Kindern mit Behinderung

© Fotos jb, am
© Fotos jb, am

Kirtipur ist eine kleine Stadt im Kathmandutal, die auf einem kleinen Höhenzug am südwestlichen Stadtrand von Kathmandu liegt. In diesem historischen, einst von Newaris gegründeten Ort, der heute noch über eine gut erhaltene Altstadt mit Tempel- und Teichanlagen verfügt, befindet sich auch die INDIRAYANI BASIC SCHOOL, auf dessen Gelände - dank des vorbildlichen Engagements des  deutschen Vereins "Nepalhilfe Kirtirpur e.V." und ihres Initiators Wilfried Gerfen - das ICP-Therapiezentrum betrieben wird. In dem Zentrum werden derzeit 18, teils schwer behinderte Kinder betreut, denen es auf Grund ihrer Einschränkungen nicht möglich ist, eine reguläre Schule zu besuchen. Hauptverantwortliche Lehrerin ist Prakriti Bhattarai, die selbst körperlich beeinträchtigt ist. Neben ihr gibt es eine weitere fleißige und helfende Mitarbeiterin namens Lanita Thapa. Zudem wird das Zentrum von den Familien der Kinder voll unterstützt, indem jeweils ein Mitglied aus jeder Familie, die abwechselnd als Pflegekräfte teilnehmen, einen Tagesdienst leistet. Täglich kommen Mütter mit ihren Sprösslingen zur Schule und pflegen, schulen und erziehen sie dort gemeinsam. Durch einen zufälligen Kontakt stellten unsere Freunde in Nepal fest, dass die Sanitäranlage in dem Therapiezentrum einer Modernisierung bedurfte. Dies ist nun erfolgt: Dank der großen Unterstützung aus Deutschland, haben wir nun in dem  Therapiezentrum eine behindertengerechte Toilette errichten lassen – sehr zur Freude der Mütter und Kinder!!


"Das Lächeln nicht verloren"

Fortschritte in Bakultar

Langsam, aber stetig geht es voran. Die Planung, mit dem dem behinderten jungen Menschen und seiner Familie geholfen werden soll, gehen voran.

Zur Erinnerung: Der 27-jährige Niroj Sunuwar lebt derzeit mit seinen Eltern und seinen fünf Geschwistern   in Bakultar, Paanchkhal, Niroj ist seit 4 Jahren vom Bauchbereich bis zu seinen Füßen halbseitig gelähmt. Um ihm eine medizinische Behandlung zugute kommen zu lassen, hatten seine Eltern Geld bei einer in  Paanchkhal lebenden Person aufgenommen und dafür als Sicherheit ihr Land verliehen. Bis zum letzten Jahr hatte es die Familie irgendwie geschafft, Raten für den Kredit zurück zu zahlen, doch der Geldgeber behandelte sie ungefähr, so dass die Familie in eine finanziell prekäre Situation geriet. Unsere Vereine beschlossen nach reiflicher Prüfung der Faktenlage die Familie zu unterstützen.  So konnte alsbald mit dem Bau des Hauses begonnen werden. Zudem finanzieren unsere Vereine in Teilen die medizinische Versorgung von Niroj Sunuwar. Niroj und seine Familie sind für die unerwartete und großzügige Hilfe aus Deutschland äußerst dankbar.


Aktuelle Luftaufnahmen

Wasserprojekt Anaikot

Aus Nepal wurden uns faszinierende Luftaufnahmen von unserem Wasserprojekt in Anaikot. gesendet. Das Projekt macht deutliche Fortschritte. Die Bewohner der Siedlung, Männer wie Frauen, scheuen die harte körperliche Arbeit nicht und fassen tatkräftig mit an. Dank an Euch alle !! (© Video und Bilder: am)




Es hat sich rumgesprochen

Schulessen an der Golma Devi Primary School

Mittlerweile hat es sich rumgesprochen. An der Shree Golma Devi Primary School erhalten die Schülerinnen und Schüler bereits seit einigen Monaten gute und vor allem nahrhafte, gesunde Schulspeisen. Das freut die Kleinen, wie die Großen gleichermaßen. Gerade Familien der unteres Kasten aus der näherem Umgehung zeigen zunehmend Interesse daran, ihre Kinder an dieser Schule anzumelden. Dafür nehmen sie gern tagtäglich längere Schulwege in kauf. Als weiterer Baustein des Projekte und als kleines Dankeschön modernisiert Uyjalo Nepal ihnen nun den Spielplatz. Die ersten Geräte sind bereits aufgebaut.

(Fotos: am)



"Wandern für die Andern"

Gymnasiasten aus Schmallenberg helfen

© www.sauerlandkurier.de
© www.sauerlandkurier.de

Wie bereits vor zwei Jahren machten sich die Kinder des Gymnasiums Schmallenberg erneut auf den Weg, um Gelder für ihre nepalesische Partnerschule „Shree Chandenee Scondary School“ in Zero Kilometer zu sammeln. Die Schule war durch die schweren Erdbeben nahezu völlig zerstört worden, der Schulbetrieb musste eingestellt werden. Nur dank der fleißigen Wanderer des Gymnasiums war es im Jahr 2016 möglich, die Gebäude neu herzurichten und mit Möbeln und Schulutensilien auszustatten. Seither findet dort wieder Unterricht statt, auch wenn die Bildungsstätte noch nicht gänzlich fertig gestellt ist. Nun suchten sich die Schülerinnen und Schüler erneut Sponsoren, die für jeden gewanderten Kilometer zahlten. Einige schafften es, bis zu 14 Kilometer zu „trekken“!! Auch die Volksbank Bigge-Lenne unterstützte die Aktion noch mit einer Spende, so dass insgesamt die beeindruckende Summe von 13.500,- € zusammen kam. Das schuleigene Nepalkomitee  beschloss, dass Geld in Regenrinnen, Wassertanks, Zubehör sowie neue Schulmöbel zu investieren. Der Scheck wurde im Rahmen einer Schülerratssitzung an Johannes Börger überreicht, der sich in wenigen Tagen erneut auf den Weg nach Nepal macht und den „Partnerkindern“ in Nepal die tolle Botschaft überbringen kann.

 

Herzlichen Dank an die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Schmallenberg und die Volksbank Bigge-Lenne für die großzügige Unterstützung !!

© Gymnasium Schmallenberg, Fabian Hansel
© Gymnasium Schmallenberg, Fabian Hansel

"Ihre Hilfe für die Erdbebenopfer kommt an!"

Liebe Nepal-Freunde, sehr geehrte Damen und Herren,

 

Die Situation in Nepal ist auch mehr als zwei Jahre nach den Erdbeben schwierig, die Armut ist weiterhin groß. Aber wir freuen uns, und sind auch ein wenig stolz, dass es trotz der teils widriger Bedingungen in dem Himalayastaat auch 2017 gelungen ist, erhebliche Fortschritte zu erzielen – dank Ihrer Spenden!  Schulen konnten wieder aufgebaut, Kinder mit gesundem Schulessen versorgt werden. Gemeinsam mit Dorfbewohnern bauten und bauen wir Tanks und legen Leitungen, damit die Menschen endlich wieder über sauberes, lebensnotwendiges Wasser verfügen. Die Dorffrauen in Shikharpur freuen sich über ein Gemeinschaftshaus, das sie für Gesundheitsberatungen,  Zusammenkünfte, Feierlichkeiten usw. nutzen können. Sie selbst sitzen nun erstmalig in ihrem Leben auch auf einer Schulbank, erstmalig erhalten sie Zugang zu Bildung. Die Menschen in den von den Erdbeben betroffenen Dörfern  nehmen unsere Arbeit wahr und tragen stetig neue Wünschen und Ideen an uns heran. Das ist Ansporn für uns alle, auch in Zukunft tatkräftig weiter zu machen – dank Ihrer Hilfe!

 

Ganz besonderer Dank gilt unseren nepalesischen Mitarbeitern und Freunden von UYALO NEPAL, mit denen wir auch 2017 gemeinsam vertrauensvoll zusammengearbeitet haben. Ohne sie, wären die Erfolge kaum möglich gewesen.

 

Nun wünschen wir allen ein friedvolles Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns auch im Jahr 2018 weiterhin mit Spenden unterstützen!

 

 

VIELEN DANK – DHANJEBAD !!

 

Johannes Börger          Norbert Grobbel        Franz-Josef Pape

Download
Informieren Sie sich hier über Details unserer Projektarbeit 2017.
Ihr Hilfe für die Erdbebenopfer_2017.pdf
Adobe Acrobat Dokument 462.7 KB
Amrit Malli - 24 Stunden am Tag für uns im Einsatz
Amrit Malli - 24 Stunden am Tag für uns im Einsatz
Dank an Heinrich Strohmeyer
Dank an Heinrich Strohmeyer
Johannes Börger vor Ort
Johannes Börger vor Ort

Weihnachten `17 - Bilder aus Nepal

(Fotos: am) Golmedevi Primary School
(Fotos: am) Golmedevi Primary School

Hoffnung in Bakultar

Während unsere Teams im Herbst 2017 unsere einzelnen Projekte inspizierte, stießen sie eher zufällig in der kleinen Ortschaft Bakultar auf einen jungen Mann, der nach mehreren misslungen Operationen schwer gehbehindert und an sein Bett gefesselt ist. Er ist der jüngste von sechs Brüdern, die gemeinsam mit ihren Eltern auch heute noch in einer einfachen Blechhütte leben müssen. Das bedeutet 40 Grad im Sommer und bittere Kälte im Winter. Das Erdbeben hatte ihr Elternhaus zerstört und die Familie ihrer Existenzgrundlage beraubt. Nun dürfen sie auf Hilfe hoffen. Unser Projekt möchte ihnen von den Spendengeldern aus Deutschland ein neues Haus finanzieren und bauen. Sobald die Grundstücksfrage geklärt ist, werden Amrit und unsere nepalesischen Freunde mit der Arbeit beginnen. Da das Haus direkt an einer recht gut befahrenen Straße liegen wird, bauen wird auch einen kleiner Laden in das Gebäude. So kann die Familie in Zukunft versuchen, mit Vorbeikommenden etwas Handel zu treiben (Fotos: jb)



Teams leisten ganze Arbeit

Mit großen Schritten geht es voran. Ob Schulen, Wasserprojekte oder auch (weiter) die Hilfe in akuten Notfällen. Die Teams von Lichtblick Nepal e.V. und Ujyalo Nepal arbeiten Hand in Hand zusammen. Regelmäßig sind Johannes Börger, Norbert Grobbel und Heinrich Strohmeyer in Nepal, um gemeinsam mit unseren Freunden von Ujyalo Nepal die einzelnen Projekte weiter voran zu treiben. Die engen Zeitfenster zwischen dem Monsun und den kalten Wintermonaten müssen effektiv genutzt werden. Ganesh School, Golma Devi School, Anikot Water Projekt oder, oder, oder.... Mittlerweile sind in allen Bereichen die deutlichen Fortschritte sichtbar. Und immer wieder erreichen unser Team Hilferufe aus den verschiedensten Regionen Nepals. Es hat sich herum gesprochen, dass da Menschen mit Herzblut am Werk sind. Danke an das ganze Team und vor allem an Amrit, für seine Dienste rund um die Uhr !!!


Menschen aus Wormbach und Umgebung unterstützen weiterhin

© www.hawerland.de
© www.hawerland.de

Am ersten Wochenende im Juli war es wieder so weit, die Bewohner des sauerländischen Dorfes Wormbach feierten auch in diesem Jahr wieder mit vielen Gästen aus den umliegenden Ortschaften ihr Dorffest. Zwei Tage lang ließen es sich die vielen Gäste und Familien bei schönstem Wetter, einem bunten Unterhaltungsprogramm und einem kühlen Bierchen richtig gut gehen. Und auch an die Ärmsten der Armen wurde wieder einmal gedacht: Der Verein `Dorfgemeinschaft Wormbach e.V.` überreichte Norbert Grobbel anlässlich der Eröffnung des „Spirituellen Sommers 2017“ einen Scheck in Höhe von 500 Euro. Das ist nicht die erste Spende an Lichtblick Nepal, mit der die Sauerländer den Menschen in den nepalesischen Krisengebieten helfen. Die Wormbacher, der Schützenverein und viele Menschen aus den umliegenden Dörfern haben bereits seit Jahren die notleidende Bevölkerung in Nepal im Blick. Mittlerweile sind einige tausend Euro an Spendengelder zusammen gekommen, Hilfe, die man in Nepal sehr zu schätzen weiß. An dieser Stelle allen Spenderinnen und Spendern nochmals ganz herzlichen Dank für die tolle und wertvolle Unterstützung!!!

Schmeckt oder schmeckt nicht?

Qualitätskontrolle an der Shree Golmadevi Grundschule

 

Amrit Malli und unser Sozialarbeiter Herr Pawan, der zwischenzeitlich zur Unterstützung der vielfältigen Hilfsmaßnahmen von Ujyalo Nepal in der Region um Shikharpur gewonnen werden konnte, besuchten in den vergangenen Tagen spontan die Shree Golmadevi Grundschule, um sich ein persönliches Bild über die Qualität des Schulessen zu machen. Ihr Fazit: Die Speisen sind – für nepalesischen Verhältnisse – ausgewogen und gesund. Es gibt wechselnd verschiedene leckere Reis- und Linsengerichte, Reispudding und Obstsalat. Doch die schärfsten Kritiker sind die Kinder selbst. Was sagen sie? Wir denken – ein Blick in Ihre Gesichter reicht…  


Unterricht kann beginnen

© Fotos am  - Amrit "inspiziert" den Klassenraum
© Fotos am - Amrit "inspiziert" den Klassenraum

 Letzte Woche erreichte uns diese schöne E-Mail von Amrit Malli:

 

"Letzten Samstag fuhr ich gemeinsam mit einigen Vertretern von Ujyalo Nepal nach Shikharpur. Mit im Gepäck hatten wir Bildungsmaterialien, wie Bücher, Übungshefte, Bleistifte, ein Whiteboard usw. Damit richteten wird das Klassenzimmer im Frauenhaus in Shikharpur ein. Für rund 40 erwachsene Frauen, die allesamt Analphabetinnen einer niedrigen Kaste sind, kann jetzt der Unterricht beginnen. Zudem strichen meine vier Freunde ich das Gebäude an und verlegten die elektrischen Installationen im Gebäude.

 

Mit freundlichen Grüßen

Amrit Prasad Malli

Ujyalo Nepal"



"Zwei Jahre nach den Erdbeben"

Presseveröffentlichung von Lichtblick Nepal e.V.:

 

Nepal – zwei Jahre nach den Erdbeben - Hilfe aus dem Sauerland weiterhin aktiv

 

Selbst zwei Jahre nach dem Erdbeben in Nepal (26.04. und 12.05.2015) lebt die Mehrzahl der über 4 Mio. betroffenen Opfer weiterhin in einfachen Blechhütten. Diese sind beengt, im Winter zu kalt und im Sommer zu heiß. Die nach dem ins Leben gerufene sauerländische Hilfsorganisation „Lichtblick Nepal e.V.“ hat in den vergangenen zwei Jahren in 11 Dörfern im Erdbebengebiet mehr

als 1000 Familien mit einer ersten Maßnahme ein Dach über dem Kopf beschafft. Der Wiederaufbau der mehr als 800.000 beschädigten Häuser gestaltet sich jedoch schwierig, denn einerseits ist eine erdbebensichere Bauweise notwendig, anderseits

verfügen nur wenige Familien über das erforderliche Kapital für einen derartigen stabileren Hausbau. Ein kleines Haus kostet ca. 8.000,- €, aus Mitteln der Weltbank, UN und weiterer großer Förderbudgets bewilligt die nepalesische Regierung jeder betroffenen Familie 2.700,- €. Die Lücke von 5.000,- € können nur die Wohlhabenden schließen, Kredite bekommt nur jemand mit gesichertem Einkommen, wie Bedienstete des Staates. Das Arbeitseinkommen der Familie wird für den täglichen Lebensunterhalt der Familie benötigt, ansparen für den Hausbau ist kaum möglich. Eine Förderung bekommt zudem nur, wer nachweislich im Besitz eines Baugrundstücks ist. Viele der gerade armen Bevölkerungsschicht hatten ihre einfachen Häuser auf fremden Grund und Boden errichtet. Neben der Zerstörung ihrer Häuser entgeht ihnen zusätzlich die staatliche Unterstützung beim Neubau.

Auf Grund dieser schwer durchschaubaren Situation haben wir uns zunächst für den Wiederaufbau von Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen im Kavre Distrikt (40 km nordöstlich von Kathmandu) entschieden. Vier Schulen für den Unterricht von insgesamt über 800 Schüler sind mittlerweile mit aus dem Sauerland gespendeten Geldern in Höhe von 75.000,- € errichtet worden. Die fünfte Schule im Ort „Zerokilometer“ , welche mit der Spende des Städtischen Gymnasiums Schmallenberg in Höhe von 15.000,- € finanziert wird, befindet sich in der Fertigstellung. Hier wurden vier Klassenräume für insgesamt 120 Schüler neu errichtet.

Maurer Rai mit seinen Kollegen beim Bau der Schule in Zerokilometer
Maurer Rai mit seinen Kollegen beim Bau der Schule in Zerokilometer

Von den etwa 4.000 durch das Erdbeben beschädigten Schulen in Nepal sind bisher nur ca. 500 repariert worden. Weitere 1.500 sind zur Reparatur/Neubau in Planung oder unter Vertrag, für die übrigen 2.000 Schulen gibt es bislang noch keine klaren Informationen über die Instandsetzung. Die Verwaltung und Regierung Nepals ist offensichtlich mit der Organisation und Steuerung eines geordneten Wiederaufbaues der Schulen derzeit überfordert. Hier gehen den betroffenen Kindern wertvolle Schuljahre verloren, der Schulunterricht ist in den provisorischen Blechhütten nur mit Einschränkungen möglich. Daher freuen sich die Schüler(innen), Eltern und Lehrer über die zügige und unkomplizierte Hilfe von Lichtblick Nepal und weiteren tätigen Hilfsorganisationen. Die mit Spendengeldern der Spendengruppe Heid wieder errichtete Schule in Shikharpur ist kürzlich mit kindgerechten Möbeln für die Kindergartengruppe ausgestattet worden. Die Kinder fühlen sich sichtlich wohl in den Räumen und kommen gern zum Kindergarten.Das ebenfalls mit den Spenden wieder errichtete Dorfhaus in Shikharpur dient gerade den Frauen des Dorfes als

Versammlungs- und Schulungsraum. Damit dieser noch intensiver genutzt werden

kann, wird die Beleuchtung installiert und eine Tafel (Whiteboard) für die Schulungen wird angebracht. Das benachbarte Dorf Aneikot hat in Eigenleistung und mit Unterstützung der nepalesischen Regierung den Bau einer Trinkwasserversorgung begonnen. Durch die Verteuerung der Baustoffe im zurückliegenden Jahr fehlt jetzt das Kapital zu dessen Fertigstellung. Hier wird Lichtblick Nepal mit einem Zuschuss von ca. 12.000,- € den Bau von 600 m Leitung, einem 50 m³ Hochbehälter und die Anschaffung einer Pumpe finanzieren. Dadurch erhalten weitere 600 Bewohner ausreichendes und frisches Trinkwasser. Dieses Projekt ist nachhaltig, von den Dorfbewohnern selbst betrieben. Diese unsere Unterstützung ist die klassische Hilfe zur Selbsthilfe. Die Betreuung der Projekte erfolgt durch Mitglieder des Vereins Lichtblick Nepal ehrenamtlich in Zusammenarbeit mit dem Partnerverein Ujyalo Nepal in Nepal. Wir arbeiten in den Strukturen der nepalesischen Gesellschaft und verhelfen bestehenden Initiativen durch unsere zusätzliche Unterstützung zu dessen Verwirklichung. 

Allen unseren Spendern, die unsere Arbeit ermöglicht haben und ermöglichen, sagen wir Danke !


Schulkindergarten in Shikhapur eingerichtet

Schulkindergarten, Spende, Wiederaufbau, Shikharpur, Lernen, Bildung
© Fotos hs

15 Mädchen und 11 Jungen warteten am 28. Februar 2017 in Lower Shikharpur schon sehnsüchtig auf den Kleintransporter. Als Bishnu, Amrit und Heinrich Strohmeyer endlich eintrafen, war die Freude bei den Kindern groß, denn der Transporter hatte wertvolle Fracht an Bord. Auf der Ladefläche lagen all die Materialien (Auslegeteppich, Sitzkissen und Bezüge und Tische), die für die Einrichtung des Klassenzimmers des Schulkindergartens an der Narayansthan Elementary School bestimmt waren. Amrit und sein Vater Bishnu richteten schnell den Raum ein, dann war der große Moment gekommen. Mit leuchtenden Augen bezogen die 4 bis 5jährigen - und mit Ihnen ihre beiden Lehrerinnen Frau Ambika Devi Gautam und Frau Laxmi Duial - endlich „ihren“ Schulraum.

 

Für unser Projekt ist damit der letzte Schritt zur Unterstützung dieser Schule getan. Nach dem Bau zweier neuer Schulgebäude plus Dachrinnen, Wasserleitungen und einem Wassertank, der Einrichtung von acht Klassen mit 30 Sitzbänken/Tischen zeigten sich Direktor Tikha Bahadur Khafle und sein Bruder Dhauda Praad Khaple (Vors. des Schulkomitees) sehr zufrieden und glücklich. Sie bedankten sich nochmal ganz herzlichen Dank bei Ujyalo Nepal für die vielfältige Unterstützung. Ujyalo Nepal wünscht den Kindern und Lehrern viel Glück und Freude für die Zukunft!!!

 






Warme Decken für die Ärmsten

© am, Dankbar!
© am, Dankbar!

Für die Bewohner von Mahankhal Chaur war dieser Samstag ein ganz besonderer Freudentag. Bereits frühzeitig kamen sie zusammen, um auf „den“ Lastkraftwagen zu warten. Seine Ladung: dicke, gepolsterte, warme Decken. 315 Stück, gut in wasserdichten Taschen verpackt. Endlich können unsere Freunde von Ujyalo Nepal die "blankets“ an diejenigen, die infolge der Zerstörungen durch die Erdbeben den winterlichen Temperaturen in besonderem Maße schutzlos ausgesetzt wären, verteilen: Ältere, alleinstehende Menschen, Witwen und Familien aus den niedrigeren Kasten. Sie selbst sind selbst finanziell nicht in der Lage, für den notwendigen Schutz zu sorgen. Eine Isolierung der Häuser noch vor den ersten, kühlen Wintertagen war wegen der Energiekrise in Nepal nicht möglich. Die Blockade nach Indien verhinderte den Einkauf und Transport des notwendigen Baumaterials oder machte ihn unbezahlbar. So hatten unsere Freunde von "Ulyalo Nepal" die Idee, diese wärmenden Decken zukaufen und zu verteilten. Heute sind die Bewohner von Mahankhal Chaur unendlich dankbar für diese Hilfe…Bildergalerie

Mitten im Winter konnten (endlich) warme Jacken an Kinder in der kleinen Ortschaft Lhubu verteilt werden. Die Familien dort verbringen nun schon den zweiten kalten Winter in ihrem kleinen Heimatdorf. Die Lebensbedingungen sind weiter schlecht, die provisorischen Häuser, in denen die meisten leben müssen, bieten nicht den gewohnten Schutz vor Kälte. Nun helfen wärmende Jacken, die Not ein wenig zu lindern. Unsere Freunde Bishnu, Prabhakar und weitere Helfer von Ujyalo Nepal  freuen sich, "ihre Geschenke" an die mit Spannung wartenden Kinder verteilen zu können. Großes Dankeschön allen Spendern!!   Fotos: Amrita Malli

Schutzengel zurück in Lamusangu

Planen, Klinik, provisosrischen, medizinische Hilfe, Wundheilung
© mn

Marianne a Nijeholt ist wieder zurück in Lamusangu. In dieser Ortschaft, zwischen Dhulikhel und Jiri ,wurde wenige Tage nach den Erdbeben eine provisorische Klinik unter Planen errichtet. Jede fleißige und kompetente Hand wurde benötigt, um unter den schwierigsten Bedingungen die Leiden der Opfer zu lindern. Mit dabei: Marianne. Trotz aller Belastungen scheute sie auch nach ihrer Arbeit in der Klinik die Anstrengungen nicht, einem kleinen Mädchen hoch in den Bergen zu helfen, welches schwere Verbrennungen erlitten hatte. Nun ist Marianne in Begleitung ihres Mannes zurückgekehrt. Das Mädchen und ihre Familien freuen sich riesig, als der `Schutzengel Marianne` plötzlich vor der Hütte steht. Das Mädchen wirkt quicklebendig, die Wunden sind verheilt, nur ein paar Narben sind geblieben. Eine Geschichte, ein wenig, wie im Märchen. Hier geht`s nach Lamusangu...

 © jb